Am Pfingstsamstag bin ich gegen halb zehn zuhause in Gauting losgeradelt. Über Unterbrunn, Oberpfaffenhofen, Weßling und Etterschlag gings zur Querung der Amper in Unteralting. Weiter über Moorenweis, Dünzelbach und Egling bis nach Prittriching, wo ich auf den Radweg "Romantische Strasse" gelangte. Dieser führte mich durch das Lechtal auf Waldwegen bis nach Augsburg hinein. Nach einer Mittagspause in der Fuggerstadt folgte ich auf dem Radweg weiter dem Lech bis Langweid. Hier führt der Radweg vom Lech weg an den westlichen Talrand. Zum Kloster Holzen, wo mich ein Regenschauer überraschte, radelt man sogar den Talhang hinauf.
Gegen fünf erreichte ich Donauwörth, dem Ziel der ersten Tagesetappe. Bei David durfte ich Quatier nehmen.
Am Pfingstsonntag startete ich gegen sieben Uhr. Der Radweg führte mich entlang der Wörntz nach Harburg. Steil ging es aus dem Stadtzentrum am Burgberg hinauf und dann parallel zur Bundesstrasse nach Nördlingen. Nach einer Frühstückspause und einem kleinen Stadtrundgang folgte ich dem Radweg in Richtung Dinkelsbühl. Doch dieser führte nun im Zick- Zack , teils auf schlechten Wegen auf und nieder und ich brauchte weit länger als gedacht bis Dinklesbühl. Hier war jedoch die Hölle los, ein Umzug zum Siebenbürgertreffen. Es war gar nicht leicht einen Weg durch die Stadt zu finden.
Nach Dinkelsbühl ging es auf ruhigen Ortsver- bindungsstrassen bis nach Wörnitz. Die Wasserscheide überquerte ich dann auf der Hauptstrasse um gleich danach wieder abzubiegen. Nach der Mittagsrast in Unteröstheim folgte ich dem Radweg "Alte Bahnlinie" nach Rothenburg ob der Tauber. Hier war Mittelalterfest, so dass ich nur kurz hinter die Stadtmauern schaute, ehe ich zur Tauber hinunter fuhr. Wieder auf dem Radweg "Romantische Strasse" ging es nun dem Taubertal folgend, immer wieder am Talhang hinauffahrend und wieder hinunter nach Creglingen. Hier gönnte ich mir ein Eis. Noch ein paar Kilometer folgte ich dem Taubertal, ehe ich in Biberehren auf den Gäubahnradweg nach Ochsenfurth wechselte. Über den Maintalradweg erreichte ich gegen 19 Uhr mit Würzburg das Ziel des zweiten Tages. Schnell fand ich ein Hotelzimmer und besuchte am Abend noch das Weinfest.
Am Pfingstmontag radelte ich auf dem Mainradweg weiter bis Gmünden, um dort auf den Sinntalradweg zu wechseln. Dieser führte sehr angenehm durch die blühenden Auen bis nach Obersinn. Danach wurde der Radweg hügeliger und in der Wegqualität schlechter. In Zeitlofs wechselte ich dann auf den Hessischen Radweg R2, der bis Motzgers über einen furchtbar schlechten Weg führte. Dafür fand ich ein hervorragendes Restaurant in Motzgers: "Am Brunnen". Nach der Mttagsrast folgte ich kleineren Strassen bis Eichenzell im Fuldatal. Von hier folgte ich dem R1 über Fulda nach Schlitz.
In der Vier-Burgen-Stadt Schlitz übernachtete ich wieder wie 16 Jahre zuvor im Gasthof Bräustüberl. Im Abendsonnenschein genoss ich einen Spaziergang durch das kleine romantische Städtchen.
Am vierten Tag folgte ich bei sommerlichen Wetter der Fulda und dem R1. An der Stiftsruine in Bad Hersfeld machte ich eine Rast und hatte danach schwierigkeiten wieder auf den Radweg zurück zu finden. Bebra ließ ich dann rechts liegen, von Rotenburg / Fulda sah ich kaum mehr als das Schloß. Am Kloster Altmorschen machte ich Mittagsrast. Kurz darauf erreichte eine neue Attraktivität des Fuldaradweges, die Schwebefähre für Radfahrer über die Fulda.
Danach ging es dann bald nach Melsungen. Hier zog mich nicht nur das Rathaus zu einem Abstecher in die Altstadt, sondern auch der Wunsch, Getränke zu kaufen, der Camelpack war leer.
Weiter ging es dann in Richtung Kassel. Von der Großstadt bekommt man auf dem Radweg wenig mit. An der Orangerie machte ich eine Rast. Hinter Kassel wird das Tal enger und der Radweg führt meist nah am Fluß entlang. Gegen sechs erreichte ich Hannoversch Münden, wo ich Radfahrerhotel Fulda Quatier fand. Den Sommerabend genoß ich in den wunderschönen Altstadtgassen.
Der Fünfte Tag führte entlang der Weser. Leider hatte das Wetter gewechselt und schon hinter der Werrabrücke in Hann. Münden blies mir ein kräftiger kühler Nordwind entgegen. Nach einer Stunde machte ich Rast am Kloster Bürsfelde und besichtigte die romanische Kirche. In Bad Karlshafen, der barocken Hugenottenstadt machte ich die nächste Rast.
Die Mittagsrast verbrachte ich in Höxter und kurz danach kam ich
am Kloster Corvey vorbei. Der Altsatdt von Holzminden schenkte ich
wenige Kilometer später einen Abstecher. Polle und seine Burgruine sah
ich nur vom anderen Weserufer. Erst in Bodenwerder querte ich wieder
die Weser und machte dort Rast mit Kaffee und Kuchen. Am Schloß Hehlen
vorbei radelte ich dann zur Weserbrücke nach Daspe. Von hier ging es
auf ruhigen Wegen bis nach Hameln. In der Rattenfängerstadt suchte ich
mir ein Hotel ehe ich zu Fuß durch die wunderschöne Altstadt
schlenderte.
Der sechste Tag war fast ein Ruhetag. Auch wenn die Radwegemarkierung nicht so gut war und ich über Klein Deister und Bad Münder nach Springe gelangte. Von Springe folgte ich wieder der Radweg- auschilderung Hannover gelangte so gut fast verkehrsfrei nach Hannover. Am Maschsee entlang gelangte ich zu Mittag in die Innenstadt. Mit Hilfe des Tourismusbürös hatte ich schnell ein Hotelzimmer. Am Nachmittag schlenderte ich durch die Stadt, in der ich vor 18 Jahren noch lebte, und suchte manche Plätze einfach mal wieder auf. Abedns traf ich mich mit Clemens und ging mit ihn in der Nordstadt essen.
Am letzten Tag der Radtour radelte ich erstmal an der Eilenriede entlang aus in der Innestadt von Hannover heraus. Über Isernhagen, Fuhrberg und Wietze geklangte ich auf dem Radweg "Hannover - Lüneburg" nach Winsen/ Aller. Entlang der Landesstraße ging es nach Bergen und weiter auf kleinen Straßen über Wietzendorf nach Bispingen. Hier machte ich Mittagsrast. In Behringen bin ich dann ins Naturschutzgebeit Lüneburger Heide hineingefahren. Über Wilsede gelangte ich nach Undeloh und von dort, immer nordwärts fahrend, durch den Wald nach Asendorf. Nach einem Besuch am Grab meines Vaters fuhr ich über Marxen, Ramelsloh, Horst, Lindhorst, Hittfeld und Fleestedt auf Wegen meiner Jugend bis nach Meckelfeld zu meiner Schwester.
Am Pfingstsonntag fuhr ich mit dem Fahrrad in der Bahn von München über Regensburg, Gera, Weimar, Berlin und Angermünde nach Stettin. Nach dem Einquatieren im Hotel blieb nur noch Zeit für einen Abendspaziergang.
Am Montagvormittag besichtigte ich die Stadt. Eine rote linie führt den Touristen zu den Sehenswürdigkeiten, wie dem gotischen Rathaus, dem Schlöß und den Kirchen. Die historischen Bauten stehen etwas verloren in der übrigen Stadt, irgendwie ohne Verbindung. Vielleicht Sinnbild dafür, dass die heutigepolnische Bevölkerung nichts mit der Geschichte der Stadt vor 1945 zu tun hat. Am Nachmittag fuhr ich mit einem Stadtbus in den Vorort Podejuch, dem Geburtsort meines Großvaters.
Am Dienstag begann die eigentliche Radtour. Über die Oder hinweg und durch den Hafen, am Flughafen vorbei ging es aus der Stadt hinaus. Der auf der Karte eingezeichnete Haffradweg war nicht ausgeschildert, doch fanden wir die Strecke, die bald über ruhigere Strassen durch eine Marschlandschaft führte. Immer wieder standen riesige blühende Fliederbüsche auf den Wiesen. Zu Mittag erreeichten wir ein Dorf direkt am Haff, wo wir in einem alten Ausflugsgasthof guten Fisch zu Essen bekamen. Am Nachmittag kamen wir nach Wollin, wo wir die Kirche besichtigten. Den Versuch der Radroute in Haffnähe zu folgen gaben wir nach wenigen Kilometern hinter Wollin wieder auf. Es war ein Sandweg, der kaum zu fahren war mit den beladenen Rädern. So fuhren wir auf der Hauptstrasse nach Swinemünde. Mit der Fähre setzten wir vom Bahnhof zur Stadt über, radelten durchs Kurgebiet und dann in wenigen Minuten durch den Wald über die Grenze nach Deutschland. Ion Ahlbeck ging der Weg in die Strandpromenade über, die uns direkt zur Jugendherberge Heringsdorf brachte.
Heringsdorf
Der zweite Tag der Radtour begann mit einem Strandspaziergang vor dem Frühstück. Mit dem Rad ging es auf dem Ostseeradweg erts auf der Strandpromenade durch die Kaiserbäder und dann mit viel auf und ab durch den Wald von Bansin nach Zinnowitz. Ehe wir den Ostseestrand ganz hinter uns liessen, sonnten wir uns noch eine Weile. Durch blühende Rapsfelder führte der Weg zur Brücke nach Wolgast. Nach kirchenbesichtigung, samt Gruft und Turm, genossen wir noch Kaffee und Kuchen auf dem Marktplatz. Von Wolgast fuhren wir direkt nach Westen und erst wieder um den Greifswalder Bodden auf dem Radweg bis in die schöne Stadt, in welcher wir wieder in der Jugendherberge uns einquatierten.
Am Greifswalder Bodden
Von Greifswald fuhren wir parallel zur Bundesstrasse
105. Der Radweg führt teilweise in der alten Allee, während die Strasse
neugebaut ist. Dann wird man auf dem Kopfsteinpflaster gut durch
geschüttelt. Wie fuhren zur Fähre in Stahlbrode, mit der wir nach Rügen
übersetzten. Über die Landstrasse radelten wir nach Garz und von dort
über den Radweg auf der alten Bahnlinie nach Puttbus. Im Schloßpark
machten wir Mittagspause, ehe wir nach Bergen weiter radelten. In einer
Pension bezogen wir für zwei Nächte Quatier.
Danach machten wir ohne Gepäck eine Tour über den nordöstlichen Teil der Insel. Zuerst radelten wir zum Jagdschloss Granitz: Das letzte Stück ist eine richtige Bergfahrt, ehe man am 100m hoch gelegenen Schlöß ankommt, aber die Aussicht vom Turm lohnt die Anstrengung allemal. Auf Waldwegen ging es weiter nach Selin zur berühmten Seebrücke, aber auch die übrige Seebäderarchitektur ist hier sehenswert. Binz am Abend war schon recht überlaufen, aber Prora in seiner Größe schon sehr beeindruckend. Im Abendlicht erreichten wir Bergen wieder.
Das erste heutige Ziel waren die Kreidefelsen, so radelten wir von Bergen aus in Richtung Saßnitz, welches wir jedoch auf kleinem Weg von Lancken nach Buddenhagen umgangen. Durch den Nationalpark Jasmund erreichten wir die Stubbenkammer. Wir stellten die Räder am Königstuhl ab und stiegen hinunter ans Wasser und besuchten auch noch den Victoriablick, Auf Waldwegen fuhren wir nach Lohme und dann auf Sträßchen weiter nach Glowe. Hier flohen wir vor einem Regenschauer in eine Gaststätte und genossen Fischsuppe, um danach wieder im Sonnenschein weiter zu radeln. Das Fischerdorf Vitt und das Kap Arkona waren die nächsten Ziele. Die Rückfahrt führte dann über Altenkirchen (Kirchenbesichtigung)., Wiek und die Wittower Fähre nach Bergen zurück.
Auf kleinen Ortsverbindungssträßchen und Feldwegen fuhren wir am Samstag von Bergen nach Stralsund. besonders schön war die Fahrt entlang des Haffs der Stadt gegenüber. Über die alte Brücke erreicht man als Radfahrer die wunderschöne Hansestadt. Am frühen Nachmittag erreichten wir die Stadt, fandne schnell in einer Pension Quatier und konnten so am Nachmittag die Stadt mit ihren vielen alten Bauten besichtigen.
Da Schlechtwetter angesagt war, machten wir einen Ruhetag und gingen ins Meeresmuseum am Vormittag und ins Ozeaneum am Nachmittag. Ersteres ist sehr empfehlenswert, auf zweites hätte ich im Nachhinein verzichten können.
War der Regen erst am späten Sonntagnachmittag gekommen, so begleitete er uns dafür den Montag. Bis Klausdorf folgte wir dem Ostseeradweg, fuhren aber dann auf Landstrassen über Groß Mohrdorf, Gunz, Groß Kordshagen und Ziepke nach Barth. In einer Bäckerei machten wir längere Pause, ehe wir über Bresewitz zur Brücke nach Zingst fuhren. Auf dem Radweg ging es weiter nach Zingst Ort, Prerow, Wiek und Born am Darß zur Jugendherberge Darß.
Am Dienstag nieselte es nur noch, als ich über Ahrenshoop, Wustrow und Diershagen nach Graal - Müritz radelte. Durch wunderschönen Wald ging es dann weiter nach Markgrafenheide und durch Hohe Düne nach Warnemünde. In der Jugendherberge gabe es keinen Platz, so nahm ich Quatier im Hotel Stoltera. Am Nachmittag machte ich per Bahn einen Ausflug nach Rostock, um die dortige Altstadt zu besichtigen.
An diesem Mittwoch schien wieder die Sonne und der Radweg führte mich am Steilufer entlang durch herrliche Wälder bis nach Nienhagen. Von hier nahm ich die Landstraße nach Bad Doberan, um das dortige Münster zu besichtigen, sehr lohnenswert. In Heiligendamm erreichte ich wieder den Radweg. Über Kühlungsborn, Rerik, Boiensdorf, an der Insel Poel vorbei und Rerik erreichte ich Wismar. Ich besichtigte die gotischen Kirchen, genoss die Altstadtgassen und wollte doch noch weiter. Dem Ostseeradweg folgend fuhr ich noch zur Jugendherberge Beckerwitz.
Wismar
Auch der letzte Tag der Radtour glänzte im Sonnenschein. Hügelig führt der Ostseeradweg über Wohlenberg und Tarnewitz nach Boltenhagen. Irgendwo hinter Redewisch habe ich den Radweg verloren und fuhr über kleine Sträßchen parallel zur Küste, bis ich bei Brook wieder den Radweg fand, der direkt an der Küste entlang zum Priwall führt. Auf dem Priwall sonnte ich mich noch zwei Stunden am Strand, ehe ich zur Fähre nach Travemünde fuhr. Über Kücknitz fuhr ich zum Travetunnel (Bustransit) und weiter hinein nach Lübeck. Per Bahn ging es nach Meckelfeld zu meiner Schwester.
Baltikumradtour, Juni 2011
Am Pfingstmontag bin ich in Kiel auf die Fähre gegangen und am nächsten Tag mittags in Klapeida, dem ehemaligen Memel angekommen.
Laboe
Vom Fährhafen fuhr ich gar nicht ganz in die Stadt, sondern nahm die Autofähre südlich der Innenstadt zur Kuhrischen Nehrung rüber. Auf herllichem Radweg, abseits von den Strassen radelte ich über die Nehrung nach Nidda. Zuerst führte der Weg direkt an den Vordünen entlang, später mehr im Wald. In Nidda nahm ich mir ein Pensionszimmer für zwei Nächte. Am Abend spazierte ich noch auf die große Düne.
Blick von der großen Düne auf Nidda
Am Mittwoch erkundete ich vormittags den Ort Nidda mit dem Thomas Mann Haus, dem Friedhof und der Kirche. Überall begegnet einen noch deutsche Geschichte.
Blick aufs Haff vom Thomas Mann Haus
Den Nachmittag verbrachte ich am Strand.
Am Donnerstag ließ ich mich von einem Touristenkutter übers Haff setzen. gegen Mittag konnte ich in Minja an Land gehen.
Rückblick zur großen Düne
Auf kleinen, zum Teil unbefestigten Strassen fuhr ich durch die Memelniederung, passierte nur den Ort Heydekrug. Doch nach ca. 30km wechselte ich doch lieber auf die Hauptstraße, um vorwärts zu kommen.
endlose Weite
In Rukal fuhr ich auf die 141 und folgte ihr ostwärts. Später machte ich aber den Abstecher zum Rambynas, einem "Berg" direkt an der Memel mit schönem Blick auch in Richtung Tilsit. In dessen Nähe besuchte ich auch einen Friedhof, fand einige alte deutsche Gräber, aber keines aus meiner Familie, auch wenn mein Urgrußvater aus dieser Gegend stammen soll. Wieder auf der 141 trib mich ein Westwind noch zügig nach Smalininkai, dem ehemaligen preußischen Grenzort Schmalinke zu Litauen.
Der Freitag begann sonnig und mit kräftigem Ostwind. So fuhr ich mit Geggnwind auf der 141 nach Jubarkas. dort beginnt ein bereits fertiger Teil des Memelradweges und führt einige Kilometer durch die Auwiesen, später läuft der Weg noch auf der alten Strasse parallel zur neuen 141. Pause legte ich am Raudonis Pilis ein und genoß die Fernsicht vom Burgturm. Über Feldwege fuhr ich oberhalb des tales einige Kilometer, ehe ich wieder zur 141 hinunter fuhr. Als ich hinter Vilkijadas Tal verlassen musste, zog ein Gewitter auf. Auf einem Ratsplatz stellte ich mich unter und machte Mittagspause als es lospladderte. Aber nach einer knappen Stunde wurde mir kalt und ich startete trotz Regen. Es wurde eine unangenehme Strecke bis Kaunas: WQsser auf der Strasse, mehr Verkehr und mehr Schlaglöcher.
Altes Rathaus zu Kaunas
Am Samstag nahm ich um 10 Uhr einen Bus nach Siauliai. Das Rad wurde einfach unten hinein gelegt. Nach 2,5 Stunden Fahrt durch die Provinz erreichte der Bus die Stadt. Längs der A12 verließ ich die Stadt und fuhr zum Berg der Kreuze, einem littauischen Nationalheiligtum.
Berg der Kreuze
Hinter Meskuiciai fuhr ich wieder auf die A12 und folgte ihr, teils auf super neuen Radwegen zur Lettischen Grenze. Hinter der Grenze wurde die Straßenqualität recht schlecht, aber ich fuhr tapfer weiter bis Jegalva, wo ich einen Zug nach Riga nahm. Ín der Nähe des Bahnhofs fand ich ein gutes Hotelzimmer. Abends machte ich einen Stadtrundgang durch die feine Altstadt.
In der Rigaer Altstadt
Den Sonntagvormittag verbrachte ich auf dem Markt an den Zeppelinhallen. Reges Treiben, stark russisch geprägt, war hier anzutreffen. Und neben Lebensmittenl gibt es dort annähernd alles zu kaufen.
In der Altstadt besuchte ich dann die Petrikirche und das Schwarzhäupterhaus.
Blick vom Turm der Petrikirche
Schwarzhäupter Haus
Am Nachmittag machte einen Spaziergang durch das Jugendstilviertel Rigas.
Am Montag radelte ich auf einem Radweg abseits vom Verkehr nach Jurmala. Parallel zur Küste, aber mit wenigen Blicken aufs Meer ging es entlang der Rigaer Bucht bis Klapkalnciems. Auf dem Weg nach Tukums erwischte mich der erste kräftige Schauer. Im Ort schien schon wieder die Sonne. Über Pure und auf einer Waldstrasse nach Kandava blieb es trocken. In Kandava suchte ich SChutz vor dem nächsten Schauer. Als Tagesziel wählte ich Sabile, wo ich ein Pensionszimmer fand und im Gasthof am Weinberg (Nördlichster Europas) gut essen konnte.
Kurz vor dem ersten Schauer
Sabile
Über die P128 radelte ich nach Kuldiga. Nicht nur die Stromschnelle am Ortsrand ist dort sehenswert, der ganze Ortskern scheint im 19 Jahundert stehen geblieben zu sein.
Kuldiga
Hügelig ging es weiter über Ecole und Alsunga nach Jurkalne, wo ich am Nachmittag im Gasthof Quatier nahm. Einen Spaziergang an der Steilküste unternahm ich vor dem Abendessen, zu dem ich 3km nach Norden radeln musste. Zurück am Gasthof, begann auf der Wiese nebenan eine traditionelle Mittsommernachtsfeier. Zum Sonnenuntergang ging ich nochmal an die Küste.
An der Steiküste
Kurentrachten auf dem Mittsommerfest
Sonnenuntergang
Auf der P111 radelte ich südwärts bis zur Abzweigung nach Saraiki und dann auf Seitenstra0ßen nach Lipaja. Der nördliche Teil der Stadt ist sehr herunter gekommen und scheint ganz in russischer Hand zu sein. Von der innenstadt kann man durch den schönen Strandpark auf beszten Radweg wieder aus der Stadt heraus kommen. Auf der A11 fuhr ich noch bis Rucava, wo ich ein Privatzimmer fand. Leider gibt es dort jedoch kein Restaurant in der Nähe.
Am Strand von Liepaja
Am Donnerstag fuhr ich auf der A11 wieder nach Litauen. Kurz hinter der Grenze beginnt dann der Ostseeradweg und führt von der Hauptstrasse fort. In Sventoji beginnt dann sogar die eigene Trasse nach Palanga und durch diesen Urlaubsort hindurch. Einen Schlenker führ ich durch den botanischen Garten mit seinem Schloß.
Schloß in Palanga
Auch bis zum Stadtrand von Klaipeda führt der Radweg meist auf eigener Trasse direkt durch einen Nationalpark. In Klaipeda nahm ich im gleichnamigen Hotel Quatier und besichtigte am Nachmittag die Altstadt.
Altes preußisches Püostamt
Den Abschluß der Radtour feierte ich mit einem Essen im Restaurant im 22. Stock meines Hotels mit weitem Blick über Nehrung und Ostsee
Am Freitag deponierte ich mein Gepäck im Hotel und nahm dann die Fähre auf die Nehrung. Ohne Gepäck radelte ich in sportlichem Tempo nach Juodkrante (Schwarzort). Erstaunt war ich über die große Steigung, die Düne hinauf und wieder hinunter auf dem letzten Stück. Der Ort ist ganz nett und hat noch viele alte Holzhäuser.
In Schwarzort
Leider war vom angesagten sonnigen Wetter nichts zu sehen und auf dem Rückweg über die Nehrung musste ich in einem Gastrozelt vor einem Regenschauer Schutz suchen. Den Nachmittag verbrachte ich dann im Meeresmuseum. Zu Abend aß ich in einem Restaurant in einem der alten Speicher im alten Hafen. Danach radelte ich zum Fährhafen hinaus, um die Kielfähre zu besteigen.