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30.7.-22.8.2010

Am Freitag den 30.7. bin ich abends mit der letzten Direktmaschine nach Oslo geflogen.  Im Hotel Börseparken habe ich mich einquatiert und habe dann noch Gudbrand im SLM getroffen.
Den Samstag habe ich mit Besorgungen und Sparziergängen in Oslo verbracht und am Sonntag fuhr ich per Bahn nach Bjorli.

 


Am Montag den 2. August startete ich die erste Wanderung kurz nach acht Uhr. Entlang des Riksveien wanderte ich das Raumadalen ca. 5km hinunter um dann  das Sträßchen im Bröstdalen wieder hinauf zu wandern. Gegen 10 Uhr erreichte ich das Ende des Asphalts und den Beginn des Mautweges nach Förholen. Am Ende des Fahrweges begann der Anstieg zum Skarvskaret (1347m). Der Abstieg nach Vakkerstölen (860m ) war bei den trockenen Verhältnissen einfacher als im Vorjahr.

Blick zur Högtunga beim Abstieg nach Vakkerstölen

Der zweite Wandertag begann mit dem überqueren des Sees mit den Ruderbooten, aber ich hatte Glück es gab andere, die gern rudern wollten. Als alle über den See waren wanderten wir etwa einen Kilometer am See entlang ehe der steile Anstieg begann. Schnell hatte ich einen großen Vorsprung vor den anderen, aber ich wollte ja auch noch höher hinaus. So stieg ich zugig zum Sattel (1600m) zwischen Högtunga und Laagtunga auf, stellte dort mein Gepäck ab und wanderten hinauf zum Högtungagipfel (1912m). Zum  Gepäck hinunter und weiter auf dem markierten Pfad hinab zur Pyttbua (1161m).

Bootsbrücke mit Vakkerstölen im Hintergrund

Karritinden

Am Mittwochmorgen  konnte ich mich einer norwegischen Wandergruppe anschließen, um auf die Pyttegga (1999m) zu steigen und dann dem Grat über  den Högstolen (1953m) zum Karitinden (1982m) zu überqueren.  Wir starteten bei sonnigem Wetter mit tollem Blick auf den Karritinden. Doch als wir gegen Mittag auf dem Pyttegga ankamen hatte es sich bezogen.  Dennoch war die Sicht noch gut. Der Abstieg vom Gipfel war steil und geröllig und zog sich hin. Der zweite Aufstieg war mit leichter Kletterei gewürzt.  Auf dem Högstolen begann es dann zu nieseln und auf dem Karritinden waren wir in den Wolken und es hagelte. Von hier stieg ich dann allein direkt ins Vetladalen ab.

Pytegga

Abend im Vetladalen

Der vierte Wandertag begann mit der Wanderung von der Vetladalshytta  (1150m)das Vetladalen hinab nach Reindalssaeter (720m). Doch es ist kein Abstieg im engeren Sinne, man steigt drei Stunden auf und ab. Vor dem  Abstieg zum Zakariasvattnet machte ich Mittagspause und nach einer weiteren Stunde erreichte ich die Straße an dem Stausee. Etwa zwei Kilometer folgte ich der Straße, ehe ich über den teils zugewachsenen Pfad zum super Aussichtspunkt Flyene (750m) aufstieg. Eine halbe Stunde genoss ich ganz allein den fantastischen Tiefblick auf den Tafjord. Der weitere Weg zur Hütte Kaldhusseter war leicht zu gehen.

Reindalen

Blick auf den Tafjord vom Flyene

Der lange fünfte Wandertag begann auf dem Asphaltsträsschen dem Kaldhussaetervattnet (580m) entlang. Nach dem Kraftwerk ging es auf einem durch den Regen der Nacht rutschgen Pfrad weiter entlang des Sees. Der Aufstieg durchs Storkaldshusdalen zum Slettdalsvattnet (906m) war gut zu gehen.



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In Helesylt konnte ich nach zwei Stunden mit dem Bus weiter nach Ålesund fahren. Die Fahrt führte über die Sunmorealpene und  über eine Fähre.

Sunmorealpene



Am Samstag den 7. August machte ich Besorgungen und besichtigte ich die Jugendstilstadt Ålesund. Neben den vielen Jugendstilgebäuden war der Aussichtspunkt Fjellheimen und das Jugendstilzentrum sehr sehenswert.

Ålesund 



Auch der Sonntag war eher ein Ruhetag. Ich fuhr mit dem Bus über Nordfjordeidet und Stryn nach Bismo und quatierte mich im Turistenhjem ein.

Am Montagvormittag stieg ich über einen schönen Bergpfad mit herrlichen Tiefblicken ins Tal den nördlichen Talhang hinauf. Über Bismoberget erreichte ich den Gipfel des Skamsarkampen. Weglos stieg ich vom Gipfel nach Südwesten ab um dann einen anderen Abstieg ins Tal nehmen zu können.

Blick ins Tal Bismo

Am Nachmittag holte ich Markus, meinen Mitwanderer für Breheimen vom Bus ab.

Morgens um 9:15 fuhr der Bus nach Sota nur für uns. War es in Bismo sonnig gewesen, tröpfelte es bei der Ankunft in Sota. Doch kaum waren wir gestartet kam auch die Sonne auch hier durch. Bis Mysubytta nahmen wir den Naturlehrpfad. Nach einer kurzen Pause wanderten wir durchs Surtbyttdalen zum Sprangdalen und dieses hinauf zum  Pass (1340m) zum Sprongdalen hinüber. Hier setzte Regen ein, der uns bis zur Sprongdalshytta begleitete

 Sprangdalen

Abendstimmung an der Sprongdalshytta mit Blick auf den Jostedalsbreen

Unsere Wanderung zur Arentzbu begann mit einem steilen Aufstieg bei trüben Wetter. Der Abstieg von der Gluggevardholet (1500m) durch eine Steinwüste wirkte düster bei dem Wetter. Es nieselte leicht bis Mittag. Doch dann riss es auf und die Sonne kam durch. So dass wir kurz vor der Hütte noch eine halbe Stunde in den Blaubeeren verbrachten. Und nach dem Bad im Fluß konnten wir uns von der Sonne trocknen lassen.

Kurz vor der Arentzbu sieht man am Horizont Hurrungane.

Ein herrlicher Tag war der Donnerstag. Von der Arentzbu wanderten wir das Londalen hinauf und genossen dabei die Blicke hinunuter ins Morkedalen. Später zog der Harbardsbreen unsere Blicke auf sich. Die ankündigte Bachfurt konnten wir durch einen großen Sprung von einem Felsen umgehen. Von der Passhöhe hinüber zum Gravdalen hatten wir einen weiten Blick.  Der Abstieg zum Fivlemyrane war steil aber gut zu gehen. Über den Fahrweg erreichten wir vom Stausee die Hütte Nørstedalsæter.

Harbardsbreen

Der Freitag war wieder trübe und wir entschlossen uns auf dem Fahrweg durchs Middalen in Richtung Trulsbu zu starten. Nach knappen zwei Stunden erreichten wir das Fahrwegende am Middalsvattnet und kurz darauf die wieder aufgebaute Medalsbu. Nach einer Rats an der Hütte stiegen wir zur Lundalsbandet hinauf.  Hinter dem Grat erwartete uns eine Mondlandschaft, nur loses Gestein, aber schöne Blicke zu den Holatinden. Nach einer weiteren Stunde war die schöne Trulsbu erreicht. Hier waren wir ganz allein.

Blick zum Midtre Holatinden

Am Samstagmoren stiegen wir mit Leichtgepäck von der Trulsbu in knappen zwei Stunden auf den Austre Holåtindan (2043m) und von dort weiter zum Midtre Holåtindan (2047m). Gab es auf beiden Gipfeln aufgrund der Wolken keine Sicht, hatten wir im 180m tiefer liegenden Joch tolle Sicht auf die Gletscher. Im Abstieg vom zweiten Gipfel konnten wir auf einem Gletscherschliff sehr bequem absteigen. Gegen 11:30 waren wir wieder an der Hütte.

auf dem Grat zwischen den Gipfeln

Kurz nach zwölf beganen wir dann den Hüttenabstieg. Zum Landadalsvattnet ging es schnell hinunter, doch am 6km langen See entlang zog es sich hin, zumal der Pfad immer wieder überwuchert oder nicht existent war. Aber auch nach dem Seeende ging es kaum abwärts, erst mussten wir noch durch einen Gletscherbach waten und das Tal hatte kaum ein Gefälle.

Lundadalsvattnet

Nach der Brücke über den Fluß kamen wir endlich auf eine besseren Pfad und so ging es zügiger voran. Dennoch zog sich das Tal lang hin. An der Heimstre Lundadalsaeter erreichten wir gegen 18:30 den Fahrweg von Skjåk. Nach etwa einer weiteren halben Stunde nahm uns ein Autofahrer mit und brachte uns nach Bismo zurück.

Lundadalen

Am Sonntag ist Markus dann wieder nach Oslo zurück gefahren. Ich bin im Bus bis  kurz vor Vågåmo mitgefahren. Von dort trampte ich nach Maurvangen und wanderte an Gjendeheimen vorbei und am Gjendesee entlang  nach Memurubu.


Am Montag startete ich bei sonnigen Wetter den Aufstieg zum Surtningssue. Nur ein paar kleine Wolken hingen am Gipfel, als ich ihn nachdem ersten steilen Anstieg zu sehen bekam. Doch während ich den langen Rücken entlang wanderte, zog es immer mehr zu.

Surtningssui

Die Wolken kommen

Auf etwa 2100m kam ich in die Wolken und nach knappen 4 Stunden auf dem Gipfel (2368m) hatte ich gar keine Sicht, obwohl ich selbst im Sonnenlicht stand. Durch das Memurudalen stieg ich wieder zur Hütte ab.

Der Dienstagvormittag war verhangen und ich ging mit einem norwegischen Zimmergenossen über den Beseggen zurück nach Gjendeheimen.

Beseggengrat im Nebel

Tiefblick vom Beseggen auf den Gjende

Vor der Rückreise nach Oslo übernachtete ich noch einmal in Gjendeheimen und genoß dort einen schönen Abend.

Abend in Gjendesheimen

Mittwoch fuhr ich mit einem deutschen Paar aus der Hütte nach Oslo, wo ich bis zum Sonntag noch die Tage verbrachte.