Die erste Tour im neuen Jahr, die Rodeltour am 13.1.07, wurde zu einer Frühlingswanderung. Ohne Rodel stiegen
wir (Albert, David und ich) von Unterammergau über den sonnigen Südhang hinauf.
Nach knappen zwei Stunden standen wir auf dem Hinteren Hörndl, über das mittlere
und vordere erreichten wir nach einer Rast die Hütte. Auf der Terasse gab es
keinen Platz mehr, alle wollten draussen sitzen. In etwa einer Stunde stiegen
wir später zum Bahnhof in Bad Kohlgrub ab.
Im Februar habe ich nur eine kleine Wanderung von Gmunden am Traunsee auf den Grünberg unternommen. Am 4.März kam dann die erste Bergtour von Ettal auf das Ettaler Manndl und über den Labergrat nach Oberammergau. Der Aufstieg auf das Manndl war fast schneefrei und der Klettersteig gut zu gehen. Auf der Sonnenterasse der Laberbergbahn schmeckte der Kaffee gut, ehe ich wieder einsam dem Labergrat nach Westen folgte. Hier und beim ersten Teil des Abstieg gab es zum Teil recht viel Schnee.
Am 11. März stiegen Thomas und ich von St. Gilgen-Pucha auf den Schafberg. Es war zuerst noch kalt und bewölkt, doch wir vertrauten auf den guten Wetterbericht. Auf ca. 1000m begann der Schnee und ab der Schafbergalm war er etwa 30cm tief. Es war nur Neuschnee, der bei der nun immer mehr herauskommenden Sonne auf dem Südhang schnell nass wurde. Die Aussicht vom Gipfel ist fantastisch und das riesige Hotel gab zumindest Windschutz für eine ausgedehnte Rast.
Am Donnerstag den 15.3. bin ich gleich von der Schule weg zum Bahnhof Starnberg geradelt und mit dem Rad mit S-Bahn und Zug nach Garmisch gefahren. Um 13.00 startete ich dort, fuhr mit dem Rad bis über den Kramerplateauweg hinweg zum Beginn des Kreuzweges. Über den reinen Südaufstieg erreichte von dort fast ohne Schneeberührung den Gipfel des Kramers (15:30). Es war fast sommerlich mild, leider aber auch diesig wie sonst eher im Sommer. Der steile Abstieg auf gleichem Weg kostete viel Schweiß.
Am 17. März bin ich auf den Daniel gestiegen. Gegen 8:30 startete ich am Bahnhof Lermoos. Auf dem steilen Steig gelangte ich in 45 Minuten die ersten 500hm hinauf, zur Tuftlalm. Erst einiges oberhalb der Alm kam ich in den Schnee. Nach einer Rast auf ca. 2000m wurde ich überholt, so dass ich nicht weiter spuren musste, denn es lag zuvor nur eine alte Spur. Über den Uppsgipfel war das Kreuz auf dem Daniel gegen 11.20 erreicht. Leider hatte es sich seit der Rast in windeseile bezogen. Der Abstieg ging zügig. Da auch noch unangenehmer Wind aufkam, verzichtete ich auf eine weitere Rast und erreichte in letzter Minute noch den Zug 13:32 in Ehrwald.
Am Karfreitag den 6. April bin ich mit dem ersten Zug nach Klais gefahren und von dort weiter per Bus nach Krün. Dort startete ich um 8:30, zuerst über die Ebene, die ich sonst nur vom Skilanglauf kenne, zum Berg hin und auf breitem Fahrweg mässig ansteigend dann oberhalb der Flintsbachklamm entlang. Dann wählte ich den Waldweg zur Krüner Alm. Erst nach Wiedererreichen des Fahrweges gelangte ich in den Schnee und bald darauf auf den Steig hinauf zur Alm. Die Aussicht von der Alm faszinierte mich, ein Panoramablick auf Karwendel und Wetterstein. Nach einer Rast ging es weiter zum Michelfeld. Hier legte ich, da der Schnee langsam zu weich wurde die Schneeschuhe an und gelangte so einfacher zur Weilheimer Hütte. Im Windschatten der Hütte lies es sich gut rasten und die Sonne geniessen. Nach einen Abstecher auf den Krottenkopfgipfel zog ich weiter auf dem Oberauersteig, die Westflanke des Bischoffs war nicht einfach zu queren und als ich sah, dass der Abstieg doch noch in den Schatten führte, bin ich doch über das Joch zwischen Bischoff und Frieder gegangen und auf einem Jägersteig südseitig zur Farchanter Alm abgestiegen. Von dort ging es auf Fahrwegen an der Esterbergalm vorbei nach Partenkirchen.
Am Ostermontag den 9.4. bin ich mal wieder die Schellschlicht- runde gegangen. Ich fuhr mit dem ersten Zug nach Griesen und startete dort gegen 8:20 bei bestem Wetter. In der kühlen Morgenluft ging das Steigen gut. Vorbei an blühenden Leberblümchen, Schlüsselblumen und Seidelbast ging es durch den Wald auf dem östlichen Weg hinan. Bis zum Gipfelgrat auf 1900m waren nur kleine Schneereste zu queren. Nach der Gipfelrast (11.35 -12.00) ging es dann bis zum Brandjoch und kurz dahinter fast nur über Schnee, der aber meist noch trug. Auf der Schellalm genoss ich dann noch ein Sonnenbad von einer guten Stunde, ehe ich zum 15.43 Zug abstieg.
Am Freitag den 13.4. bin ich mit dem Fahrrad im Zug um 7:00 von Starnberg nach Kochel (600m) gefahren. Von Kochel radelte ich hinauf zum Kotalmsattel (1160m) und hinab nach Jachenau (770m) und wieder hinauf zur Lainlalm (906m). Gegen 9:30 startete ich an der Lainlalm die Wanderung, am Wasserfall vorbei zur Petereralm. Dort verlies ich den markierten Weg und stieg über einen alten Pfad an der Schwarzauhütte vorbei zur Tanneralm und weiter zur Bichler Alm. Von dort war über den Südaufstieg der Gipfel der Benediktenwand gegen 12:00 erreicht. Nach einer längeren Pause stieg ich über den Westabstieg und den Glaswandsattel wieder zur Petereralm und dem Wasserfall ab. Beim Bad am Wasserfall spülte ich den Schweiß ab, ehe es kurz darauf mit dem Fahrrad über Jachenau, Sachenbach, Urfeld und Kesselbergpass wieder nach Kochel ging.
Am Samstag den 14.April bin ich mit dem Zug nach Bichelbach (1080m) gefahren. Gleich beim Bahnhof beginnt dort der Aufstieg zur Kohlbergspitze. Der Aufstieg ging zügig voran und schon nach 2 Stunden stand ich auf dem Gipfel (2202m) und konnte die Aussicht geniessen, allerdings wehte ein kühler Wind. Bis zum Alpenrosensteig folgte ich dann im Abstieg wieder der Aufstiegsroute und folgte dann dem Alpenrosensteig ostwärts. Der Pfad führt auf ca. 1800m immer am Hang entlang mit besten Blicken auf die östlichen Lechtaler Alpen, die Mieminger Berge und das Wettersteinmassiv. Am Grünen Upps beginnt dann der Abstieg zur Tufftlalm. Nach einer Rast auf der Alm stieg ich zum Bahnhof Ehrwald ab.
Am Sonntag den 22. April bin ich mit Albert, David, Jens und Dino nach Griessen gefahren, um nochmal auf den Schellschlicht zu steigen und das volle Gipfelbuch durch ein neues zu ersetzen. 35 Monate hatte das von uns gestiftete Gipfelbuch gereicht. Wir sind über den Sunkensattel aufgestiegen und über die Schellalm wieder hinunter. Schnee war nur etwa auf 10m des Weges und bis 1300m Höhe waren bereits die Buchen ausgschlagen.
Am Samstag den 28.4. führte ich eine GOC-Tour. Zu vierzehnt fuhren wir mit der BOB nach Lenggries. Über den Schloßweiher stiegen wir zum Geierstein, mit einer Rast am Aussichtsfelsen, auf. Weiter ging es zum Fockenstein, auf dem wir uns eine gute Gipfelrast gönnten. Nach kurzen Abstieg zur Aueralm folgte eine weitere Rast, bei der fast alle den köstlichen Joghurt mit frischen Erdbeeren genossen. Es folgte eine weitere Stunde Abstieg an den Tegernsee. Im Strandbad Abwinkel trauten sich vier von uns ein kühles Bad, eher wir uns mit dem Schiff nach Tegernsee übersetzen liessen. Vom Bahnhof fuhren wir mit der BOB wieder heim.
Am 12. Mai fuhr ich mit dem ersten Zug nach Mittenwald. Das Wetter entsprach am Morgen noch nicht dem gutem Wetterbericht, es gab noch viele tiefhängende Wolken. So erwischte mich auch noch ein Regenschauer beim Aufstieg zur Riedbergscharte. Doch schon bevor die Scharte erreicht war (10:00Uhr) schien die Sonne und ich stieg weiter über die Riedbergköpfe aufwärts. Kurz nach Erklingen der samstäglichen Sirenen im Tal erreichte ich den Gipfel der Großen Ahrnspitze. Nach einer guten Gipfelrast folgte ich dem Grat westwärts bis zu den Steilaufschwüngen der mittleren Ahrnpitze, welche man nördlich umgeht. Die letzten Meter auf den Gipfel der Ahrnplattenspitze sind Kletterei, doch viel einfacher als es aus der Ferne aussieht. Im Abstieg wählte ich den markierten Gratweg nach Ahrn. Landschaftlich ein super Weg, doch im Abstieg sehr anstrengend, weil sehr steil und im Wald teils pfadlos. In Ahrn erreichte ich den letzen Bus (16:39) nach Mittenwald.
Eigemtlich wollte ich am 13.5. mit dem GOC auf den Hochstaufen, aber aufgrund einer ausgefallenen S-Bahn, konnte ich den Treffpunkt nicht rechtzeitig erreichen. So fuhr ich mit dem zweiten Zug nach Mittenwald. In einer Stunde stieg ich den sehr belebten Weg zur Mittenwalder Hütte auf, an der ich aber nur vorbei lief. Oberhalb der Hütte war es ruhig und ich überholte nur in den Schneefeldern im letzten Aufstieg zur Bergstation der Gondel ein Pärchen. Leider fuhr die Bergbahn und wohl ein Dieselgenerator an der Bergstation machte einen höllischen Lärm, der einen selbst den Gipfelgenuß auf der westlichen Karwendelspitze einschränkte. Für den Abstieg wählte ich den Heinrich Noe Weg zur Brunsteinhütte. Auf diesem herrlich angelegten Steig, begegnete mir niemand. Kurz vor der Hütte ist der Steig allerdings weggerutscht und man muss steile sandige Hänge queren. Leckere Schinkennudeln mit Salat und ein Russ auf der sonnigen Terrasse der Hütte waren ein Genuß, ehe es in einer guten Stunde hinunter zum Bahnhof nach Mittenwald ging.
Am Samstag den 19.5. war ich mit Christoph allein auf der verschobenen GOC-Tour auf die Soiernspitze. Mit dem ersten Zug fuhren wir nach Mittenwald und starteten mit den Fahrrädern dort erst auf dem Isarradweg hinab zum Seinsbach und dann den steilen, aber guten Weg hinauf zur Vereinalm. Das frische Grün kontrastierte herrlich mit dem Neuschnee auf den Gipfeln. Nach 1 1/4 Stunden war die Alm erreicht. Zu Fuß ging es dann auf dem alten Reitweg weiter. Beim Verlassen des reitweges auf ca. 1800m war der erste Neuschnee zu passieren, ab 1900m gab es eine fast geschlossene Schneedecke. Um 12.00 waren wir auf dem Gipfel. Nach ausgiebiger Arst kam ein zügiger Abstieg zu den Rädern und eine noch zügigere Abfahrt ins Tal.Auf dem Weg zum Bahnhof Klais machten wir einen abstecher an den Badestrand des Barmsees. Herrlich war es dort zu schwimmen mit der fantastischen Sicht auf das Karwendel.
Auch am Sonntag den 20.5. nahm ich den ersten Zug nach Garmisch und fuhr dann weiter nach Reutte. Das Rad diente heute nur für die Fahrt an den Berg heran nach Holz. Von hier führte mich ein steiler schmaler Pfad zur Lechaschauer Alm. Weiter stieg ich dann der alten Ausschilderung folgend zur Köllerspitze. Teile des Aufstiegs waren aufgrund des Schnees, andere aufgrund lockerer Steine sehr vorsichtig zu begehen. Im Abstieg ging es südlich um den Gipfel herum und dann nördlich unterhalb der Schneid zum Gehrenjoch. Obwohl es schon 15:00 war entschied ich mich noch zur Besteigung der Gehrenspitze. Diese daurte in zum Teil netter Kletterei etwa 40 min, der abstieg zum Joch war kaum schneller. Auf der gehrenalpe machte ich noch eine schöne Rast, ehe ich zum Rad wieder abstieg.
Ich hatte aufgrund der Andalusienreise drei Wochenenden keine Alpenbergtour unternommen und war so am 17.Juni schon fast entwöhnt. Wieder fuhr ich mit dem ersten Zug nach Mittenwald und stieg diesmal auf die Obere Wettersteinspitze. Vom Bahnhof aus geht es an der Kirche vorbei ins Laintal, an dessen Wasserfall vorbei hinauf zum Lautersee und weiter zur Ferchenseehöhe. Hier beginnt der Schützensteig der am Hang langsam ansteigend westwärts führt und einen so zum eigentlichen Anstieg bringt. Die Quelle am unteren Ende des Kars war schon versiegt und auch am Gamsanger gab es kein Wasser mehr. Gegen 11:30 erreichte ich den Gipfel. Nach einer sehr ausgedehnten Rast, stieg ich zum Ferchensee ab, der mich schon vom Gipfel lockte. Welch ein Hochgenuß war es wieder in dem See zu schwimmen. Danach ging es bequem wieder hinunter nach Mittenwald.
Aus der Bike und Hike Tour auf den Hochwannig am 23.6. wurde wetterbedingt eine reine Biketour rund um den Hochwannig. Nur Andreas war zum Treffpunkt gekommen und so radelten wir zu zweit vom Bahnhof Ehrwald los. Die Wolken hingen tief und so entschieden wir uns dafür erstmal von Bieberwier auf dem alten Römerweg den Fernpass zu überqueren.Oben auf dem Pass erwischte uns ein kleiner Schauer, doch kurz danach schien auch schon mal die Sonne durch Wolkenlöcher. In Nassereith (850m) machten wir eine Pause eher wir über Aschland und die Marienbergalm zum Marienbergjoch (1800m) heraufradelten. Zeitweise zeigte sich dabei der Grünstein sogar wolkenfrei, der Wannig blieb verhüllt. Nach dem steilen Stück bis zum Sessellift hinunter, machte die Abfahrt nach Biberwier und weiter durchs Moos nach Ehrwald richtig Spaß. Drum radelten wir noch gleich bis Garmisch weiter.
Am 24.6. bin ich gleich wieder nach Ehrwald mit dem ersten Zug gefahren. Wie am Vortag radelte ich nach Biberwier und auf der Abfahrtsstrecke des Vortags hinauf zur Sunnalm (1660m, 1h10min). Nach einer kurzen Pause stieg ich dann zu Fuß zum Marienbergjoch auf um dann Steigspuren folgend durch Latschengassen zu den Geröllfeldern, welche von den Marienbergspitzen herunter kommen, zu gelangen. Am Rand der Schuttfelder steigt man bis an den Felsen und steigt dann durch ein Schlucht, teils in leichter Kletterei auf das Joch zwischen den beiden Marienbergspitzen. Ich wählte die östliche(2568m, 2h10min ab Sunnalm). Herrlich war der Blick vom Gipfel, vorallem auf Seebensee, Sonnenspitze und Zugspitzmassiv. Auf dem Aufstiegsweg ging es zurück, im Geröll und auf dem Rad deutlich schneller als im Aufstieg (1h 10 zur Sunnalm, 25min zum Bahnhof).
Zu meiner GOC-Tour am 7.7. starteten wir zu sechst mit den Fahrrädern gegen 8:25 am Bahnhof Klais. Über die Mautstrasse führen wir nach Ellmau und dann auf guten Forstwegen, wenn teils auch steil, hinauf bis kurz vor die Wettersteinalm. Nach einer Stunde erreichten wir den Abzweig zum Schachen, auf dem folgenden schlechteren Weg zog sich die Gruppe mehr auseinander. Zwischen halb und viertel vor elf erreichten wir den Schachen, von wo wir gegen halb zwölf zu Fuß zur Meilerhütte aufbrachen (weitere Stunde). Nach der Mittagsrast auf der Hütte stiegen wir nur zu fünft auf den Gipfel der westlichen Dreitorspitze (2633m) und dann auf dem Abstiegsweg zurück zum Schachen. Während wir bei der Auffahrt und am Gipfel noch viele Wolken um unsherum hatten, klarte es am späten Nachmittag auf. so war die Abfahrt nach Ellmau und die Weiterfahrt über Hinter und Vordergraseck nach Garmisch recht warm.
Am Wochenende 14./15. Juli habe ich einen lang gehegten Traum wahr gemacht. Mit dem zweiten Zug fuhr ich nach Oberau, wo Markus mich abholte. Wir fuhren dann zum Parkplatz Hammersbach und starten dort gegen 9:30. Zügig ging es im schattigen Wald hinauf zur Höllentalklamm. Dank der Regenfälle der Vortage bot die Klamm mal wieder ein tolles Schauspiel. Vor der Höllentalanger Hütte machten wir eine längere Rast, ehe wir weiter stiegen. Hinten im Tal schien die Hitze zu stehen und erst in der Nähe des Gletschers kam ein angenehmer Wind auf.
Der Höllentalferner war gut zu begehen und im Fels war es auch nicht zu
voll, so dass wir bequem zum Gipfel der Zugspitze steigen konnten.
Nachdem die letzte Bergbahn talwärts gefahren war, wurde es angenehm
rund ums Münchner Haus. Bei Sonnenuntergang hing im Süden ein Gewitter,
dessen schwarze Wolken herrlich mit den davor in der Sonne liegenden
hellen Felswänden kontrastierte; das Bild wurde dann noch durch einen
Regenbogen ergänzt.
Am nächsten Morgen konnte ich wieder einen schönen Sonnenaufgang
geniessen, bevor wir um 7:00 uns auf den Jubiläumsgrat aufmachten. Nach
einigen Metern eingehen, machte das über den Grat gehen und kraxeln
richtig Spaß. Bei den optimalen Bedingungen stellte der Grat uns keine
Schwierigkeiten. Erst der Anblick des Aufschwungs auf die
Vollkarspitze flösste uns Respekt ein, doch der dortige Klettersteig
war dann doch gut zu gehen. Beim Aufstieg zur Alpspitze, die wir gegen
14:00 erreichten, wurde allerdings das Wasser knapp. So erreichte ich
sehr durstig die Hochalm und konnte erst nach dem Konsum von mehr als
einem Liter Apfelschorle den Abstieg nach Hammersbach fortsetzen.
Markus, der zum Osterfelderkopf abgestiegen war, um die Bahn für die
Talfahrt zu nehmen, kam fast gleichzeitig am Parkplatz an.
Am Freitag 24. August fuhr ich mit Ralf nach Scharnitz und starteten dort gegen 13:00 mit den Rädern das Karwendeltal hinauf. In hinteren Talgrund machten wir noch mal Pause, eher wir den Anstieg zum Karwendelhaus in Angriff nahmen. Dort angekommen bezogen wir unser Lager, wechselten die Klamotten und machtzen uns gegen 16:00 auf in Richtung Östlicher Karwendelspitze. Wir brauchten knappe zwei Stunden für den Aufstieg über die Westflanke. Nach einer schönen Gipfelrast ging es dann durchs Grabenkar mit herrlichen Schuttreissen in einer stunde wieder zur Hütte.
Am Samstagmorgen brachen wir gegen 7:40 an der Hütte auf. Bis zum Abzweig des Brendelsteigs liefen noch einige parallel, doch auf dem Brendelsteig waren wir dann allein. wir genossen die Ruhe und die Weitblicke schon beim Aufstieg zu den Ödkarspitzen. Nach etwa 4 stunden waren wir dann auf der Birkarspitze. Gipfelrast und dann ging es durchs Schlauchkar wieder zur Hütte und mit den Rädern zügig nach Scharnitz. Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Badestop am Barmsee ein.
Am 17. September sind wir mit einer kleinen Gruppe des GOC nach Ehrwald gefahren. Da die Coburger Hütte ausgebucht war, hatten wir im Ort ein Quatier gebucht. Wir stellten das Gepäck dort ein und stiegen danach über den Hohen Gang zum Seebensee auf und weiter zum Einstieg des Klettersteiges. Wieland, Günther und ich kehrten jedoch nach wenigen Metern im Klettersteig um, während Bernd und Rudi weiter stiegen. Wir anderen stiegen auf dem Normalweg auf den Gipfel des Vorderen Tajakopfes und erwarteten die beiden Kletterer dort. gemeinsam stiegen wir über die Hütte und den Hohen Gang wieder ab. Am Sonntag bin ich dann mit Rudi über den Seebenklettersteig zum Seebensee aufgestiegen. Die Routenführung war für mich neu, aber deutlich besser als die alte. Am Seebensee haben wir dann am Berggottesdienst des GOC teilgenommen. Der abstieg erfolgte dann wieder über den Hohen Gang.
Am 22. September nahm ich den ersten Zug bis Eschenlohe (verspätet 7:55). Über den Hahnbichelsteig und die Pustaalm stieg ich auf die Hohe Kiste (11:00). Der Blick reichte bis München und ich genoß eine gute Pause, ehe ich zum Mitagessen zur Weilheimer Hütte weiter ging. Zwischen Hauptgang und Nachtisch bestieg ich den Krottenkopf. Später ging es dann weiter über den Risskopf und das Kareck zum Oberauer Sattel und von dort auf direktem (unmarkierten) Steig auf den Bischof. Der Blick aufs Karwendel beherrschte den Weiterweg zum Hohen Fricken. Der Abstieg über die Kuhflucht war steil und anstrengend und dauerte ca. 1,5 Stunden. gegen 18:10 erreichte ich Farchant.
Am 30. September fuhr ich mit dem zweiten Zug nach Garmisch (9:00). Über den Grasberg stieg ich zum Kramer (12:15) auf. Leider war das Wetter schlechter als der Wetterbericht hatte erwarten lassen. So stieg ich nur über die Steppbergalm (Mittagseinkehr) nach Grainau (15:30) ab.
Am 3. Oktober starteten wir zu dritt mit gut einer Stunde Verspätung in Mittenwald (9:30). Über Scharnitz radelten wir ins Karwendeltal und hinauf zur Hochalm (11:45 - 12:15). Nach einer Rast ging es dann zu Fuß weiter über die Südhänge schneefrei auf die Östliche Karwendelspitze (14:15 - 15:00). Im oberen Teil des Abstiegs ins Grabenkar lag schnee, doch die Geröllreise war frei und wieder ein Genuß. Auf der Talfahrt machten wir an der Larchetalm. Richtig sommerlich warm war es dort in der Nachmittagssonne. Um 17:30 waren wir wieder in Mittenwald.
Am 7.10. bin ich mit Gerd und Christoph mit dem ersten Zug wieder nach Mittenwald gefahren. Diesmal kamen wir pünktlich an und konnten gegen 8:30 losradeln. Dieses Mal fuhren wir von Scharnitz ins Hinterautal, am Isarursprung vorbei zur Kastenalm (1200m, 10:00). Zu Fuß stiegen wir über den nun teils recht steilen Fahrweg hinauf zur Hallerangeralm (1775m, 11:15). Nach einer Pause suchten wir uns nach den spärlichen Beschreibungen des AV-Führers einen Aufstieg zum Grat der Gamskarspitze. In einem Graben durchquerten wir die Latschenzone, folgten dann einem schwach ausgeprägten Pfad dem Hang entlang ostwärts und bald über ein Band wieder nach Westen. Es folgte ein schottriger Rücken, so dass wir froh waren den festeren Grat zu erreichen. Luftig ging es nun weiter bis zum 2602m hohen Gipfel (13:45-14:30) mit Gipfebuch. Beim Abstieg folgten wir vom Grat abwärts einem anderen Pfad, welcher eine alte Markierung aufwies, aber teils nicht mehr vorhanden ist, uns aber direkt zur Hallerangeralm (15:40) zurück führte. Nach Kaffee und Kuchen auf der Terasse des Gasthauses und nachdem die Sonne hinter dem Lafatscher verschwunden war (16:20), stiegen wir zu den Rädern ab (17:10) und radelten zurück nach Mittenwald (18:10).
Am 14.10. fuhr ich zum dritten Mal in Folge mit dem Zug nach Mittenwald und radelte diesmal allein über Scharnitz ins Karwendel. Nach zwei Stunden erreichte ich gegen 10:30 den Fahrradparkplatz der Pfeishütte (1600m) im Gleierschtal. Nach einer kurzen Rast stieg ich über den Fußweg hinauf zur Hütte (1922m) und gleich weiter ins Sonntagskar. Markiert, aber nur mit Steigspuren ging es steil zum Südgrat der Sonntagskarspitze hinauf und auf diesem weiter, mit immer besserer Aussicht, zum 2575m hohen Gipfel der Sonntagskarspitze (12:50 bis 13:50). Auf dem Aufstiegsweg ging es wieder hinab mit einer schönen Rast an der Hütte (14:50 bis 15:35). Trotz einer Reifenpanne erreichte ich 17:30 den Mittenwalder Bahnhof wieder.
Am 27.10. bin ich mit Gerd per Zug nach Kochel und weiter per Bus nach Einsiedel am Walchensee (10:09) gefahren. Unter der Nebeldecke ging es los. Der Weg war lange noch schneefrei. Kurz vor Erreichen der Waldgrenze kamen wir aus dem Nebel in die Sonne heraus und bald öffnete sich das Panorama immer mehr. Gegen 12:20 erreichten wir den Gipfel des Simmetsberg (1840m). Herrlich war der Blick auf das Nebelmeer, welches bis gut 1500m heraufreichte, und auf Karwendel, Wetterstein, Guffert, Wilder Kaiser und bis in die Tauern. Für den Abstieg wählten wir den Weg nach Eschenlohe. Mit ein wenig Suchen fanden wir auch den nur noch schwach markierten Steig hinunter zum Fahrweg, welcher von Eschenlohe zur Jagdhütte an der Hohen Kiste führt. Auf diesem marschierten wir dann die gut 11km nach Eschenlohe hinab. Vor dem Ort machten wir noch den Schlenker über die Assamklamm. Nach einer längeren einkehr nahmen wir 17:19 den Zug zurück.
Mit dem zweiten Zug fuhr ich am 16.12. nach Ohlstadt. Es war ein klarer kalter Morgen und über hart gefrorene, leicht beschneite Wiesen stieg ich zum Waldrand auf. Auf dem Weg zur Wankalm lag eine gute Spur, so dass ich auch als der Schnee höher wurde die Schneeschuhe am Rucksack ließ. Nach gut zwei Stunden machte ich Rast am Gipfelkreutz oberhalb der Wankalm. Die gute Spur war am Rauheck so zugeweht, dass ich die Schneeschuhe dort anlegte. Gut so, denn nur ein kurzes Stück später endete die Spur. Im tiefen lockeren Schnee kostete selbst mit Schneeschuhen das Spuren viel Kraft. Entsprechend war ich froh als ich den vom Bärenfleck kommenden Weg erreichte und dann wieder auf guter Spur schnell den Heimgartengipfel erreichte. Da der Grat zum Herzogstand nicht gespurt war, entschied ich mich für den Abstieg über den Bärenfleck zurück nach Ohlstadt.
Vom 27. bis zum 30.12. fuhr ich mit einer GOC-Gruppe unter der Leitung von Andreas ins Rauriser Tal nach Kolm-Saigurn. Gegen 11:00 starteten wir am ersten Tag am Straßenende beim Gasthof Bodenhaus bei Sonnenschein und klirrender Kälte den Anstieg, während unser Gepäck hochgefahren wurde. Der als Schneeschuhtrail bezeichnete Steig war so festgetreten, dass wir lang die Schneeschuhe an den Rucksäcken ließen. Wir kamen schnell in den Schatten, doch als wir wieder in die Sonne kamen, begeisterte uns der Ausblick auf Hocharn und Sonnenblick. Gegen eins trafen wir in Kolm-Saigurn ein. Nach einer Mittagspause und dem Beziehen der Zimmer machten wir noch eine Eingehtour zur Durchgangsalm und dann auf dem Höhenweg Richtung Neubau bis unter das Niedersachsenhaus. Im herrlichen Pulver konnten wir dann direkt weglos absteigen.
Mit einiger Verspätung starteten wir gegen 9:00 am zweiten Tag. Über Durchgangsalm und Filzenalm stiegen wir in Richtung Pochertjoch auf. Die große Gruppe von 16 Teilnehmern zog sich immer wieder in die Länge. Wir folgten einer Spur die schon vor dem Joch den Grat des Silberpfennigs erreichte. Auf dem Grat ging es nach einer Pause fast schneefrei vorwärts. Nach einem Vorgipfel verließen wir den Grat um den den felsigeren zweiten Vorgipfel auf der Skispur zu umgehen. Der Aufstieg aus dem folgenden Kar in der direkten Linie auf den Gipfel des Großen Silberpfennig (2600m) kostete viel Kraft und einigen Mut. Aber alle Anstrengung wurde von einem grandiosen Panorama belohnt. Im Abstieg umgingen wir den Grat zuerst nördlich um dann direkt von Norden leichter ins Kar abgleiten zu können. Insgesamt dauerte der Abstieg nur zwei Stunden.
Schon um 7:30 und in zwei Tempogruppen starteten wir am dritten Tag um den Gipfel des Sonnenblicks (3106m) zu erreichen. In der schnelleren Gruppe waren wir zu acht. Gleich hinter Kolm-Saigurn (1598m) geht es steil hinan, auf schmalen Terrassen durch die steile Wand mit ihren Wasserfällen. Als wir die Steilstufe überwunden hatten, erstrahlten die Gipfel im ersten Sonnenlicht. Doch wir mussten noch lange durch den Schatten steigen; so wurde die Pause an der Schutzhütte Neubau (2174m) gegen 9:00 nur kurz. Eine Stunde später gelangten wir in die Sonne und bald darauf an die erste Schlüsselstelle des Aufstiegs. Ein Steilaufschwung musste überwunden werden oder, bei leichterem Aufstieg gequert werden. Wir entschieden uns für den Direktanstieg. Die Krallen der Schneeschuhe konnten sich gut in den harten Schnee eingraben und so kamen wir gut hinauf. Bald darauf erreichten wir gegen 10:30 die Rojacher Hütte (2726m).
Wir folgten dann nach einer guten Pause einer Skispur, welche nahe dem Sommerweg blieb und uns eine weitere Schlüsselstelle brachte. Ein sehr steiles Kar musste gequert werden. Aber auch diese Schwierigkeit meisterten alle und danach konnte man wieder die Aussicht auf dem weiteren Weg zum Gipfel genießen. Kurz nach 12 Uhr waren wir oben. Auf dem Balkon des Zittelhauses machten wir dann eine lange Pause und genossen die Sonne und den Ausblick. Für den Abstieg wählten wir dann die Skiroute über den Gletscher und das Radhaus von Neubau.
Am 30.12. räumten wir unsere Zimmer und starteten dann Richtung Seekopf. Doch bald zog es sich zu und begann zu schneien. So drehten wir nach etwa 2 Studen Aufstieg auf ca 2200m Höhe um und stiegen dann von der Durchgangsalm durch den Urwald zum Bodenhaus ab.
Tagestouren des Jahres 2008
Das Bergjahr begann dieses Jahr für mich mit dem Tourenbegleiterwochenende des GOC im Gunzensrieder Tal am 12./13.Januar. Zu
sechst waren wir mit dem Zug am Samstagmorgen nach Blaichach gefahren
und von dort durch die Schlucht hinauf nach Gunzenried und weiter bei
leichtem Schneefall zur Ostertalhütte gewandert. Die Autofahrer waren
schon da. Den Nachmittag verbrachten wir mit Übungen zur Lawinenbergung und zur Beurteilung der Lawinengefahr.
Am Sonntag machten wir eine Schneeschuhtour von der Hütte auf das Rangiswanger Horn (1646m) und über das Sigiswanger Horn (1527m) auf das Ofterschwanger Horn
(1493m). Es war zuerst noch bewölkt, aber nach Erreichen des ersten
Gipfels setzte sich die Sonne immer mehr durch und es öffnete sich eine
hervorragende Sicht auf den Allgäuer Hauptkamm. Beim direkten Abstieg
zur Hütte wurde es auch recht mild.
Die Rodeltour am 19.1. wurde auch in diesem Jahr zu einer fast
frühlingshaften Wanderung. Nach der Ankunft mit dem Zug in
Unterammergau stiegen wir zu sechst vom Käpple auf das Hintere Hörndl.
Der Blick ins Vorland reichte bis München. Beim Weiterweg zur Hütte
überstiegen wir auch das Mittlere Hörndle. Nach der Rast in der Hütte
folgte ein teils eisiger Abstieg nach Bad Kohlgrub. Wir waren froh über
unsere Grödel.
Am 26. Januar fuhr ich mit dem ersten Zug über Garmisch nach Griesen.
Schon beim Weg durch das Friedergriess sah ich, dass ich die
Schneeschuhe lange nicht brauchen würde, der Südhang des Frieder war
weit hinauf aper. Am Anstieg angelangt, erreichte mich auch die Sonne
und schnell wurde es mir in der Jacke zu warm. Bis zur Querung der
Lawinenrinne war der Aufstieg schneefrei und auch danach immer wieder
über weite Strecken. Erst auf ca. 1500m kamen die Schneeschuhe zum
Einsatz. Auf dem verharrschten Schnee lies es sich bestens aufsteigen.
Gegen 11:45 erreichte ich den Gipfel. Im Abstieg wurde es dann im
mittlerenTeil unangenehmer, da der Schnee aufsulzte und an Halt verlor.
Am Sonntag, den 3. Februar bin ich mit meiner Schwester Almut nach
Mittenwald gefahren. Die Sonne schien von einem tiefblauen Himmel, aber
es fegte ein teils starker Fönwind und blies Schneefahnen von den
Graten. Durch das Lainbachtal stiegen wir zum Lautersee auf und weiter
auf den gut geräumten Wanderwegen zum Ferchensee und zum Gut Ellmau.
Nach einer Mittagsrast wanderten wir über die Partnachklamm, die sich
mit vielen Eiszapfen geschmückt zeigte, nach Garmisch.
Mit dem Fahrrad im ersten Zug fuhr ich am 9.2. nach Klais. Vom Bahnhof
(8:20)radelte ich in einer knappen Viertelstunde am Barmsee und Krün
vorbei an den Flintsbach. Dort stellte ich mein Fahrrad ab und wanderte
auf dem mit festgefahrenen Schnee bedeckten Fahrweg zum Soiernkreuz.
Auf dem alten Weg entlang des Altgrabens war anfangs kaum Schnee und
später nur Tierspuren. Die Schneeschuhe kamen dann auch nützlich zum
Einsatz. Nach 2 Stunden vom Bahnhof hatte ich das Ende des Fahrwegs
erreicht. Im weiteren Aufstieg zur Krüner Alm war es teils nicht
einfach den Weg zu finden. So erreichte ich den Bergrücken auch erst
oberhalb der Alm und stieg nach einer schönen Pause direkt zum Klaffen
(1824m, 12:40) hinauf. Der unscheinbare Gipfel bietet jedoch eine
herrliche Sicht. Karwendel , Mittenwalder Becken und Wetterstein
liegen im Süden direkt vor einem, den Westen beherrscht der nahe
Krottenkopf und das Michelfeld unter einem. Im Norden reicht der Blick
zum Starnberger See und bis nach München und im Osten auf die meisten
Gipfel der bayrischen Voralpen. Beim Abstieg zum Fahrrad (15:00)
auf dem Aufstiegsweg genoss ich die herrlichen Blicke nach Süden und
die warme Nachmittagssonne.
Am 16.2.stand die GOC-Tour auf das Fellhorn an. Mit Bahn und Bus ging
es nach Reit im Winkel. Zu acht starteten wir dort gegen 10:00. Vorbei
an der Skisprungschanze stiegen wir zur Hindenburg Hütte auf und
wählten dort den Filzenweg für den Weiterweg zum Straubinger Haus.
Zuerst ging es parallel zur Höhenloipe und dann durch einen
wunderschönen lichten Winterwald. Über den Brunellenkogel erreichten
wir den Gipfel des Fellhorns (1765m, 13:25). Trotz der Sonne
war es dort oben für eine längere Rast zu kühl, die holten wir auf der
Terasse des Straubinger Hauses nach. Eine weitere Stunde Abstieg über
den westlichen Weg später war Kaffee und Kuchen auf der Hindenburghütte
angesagt. Danach ging es rodelnd ins Tal zurück.
Am 24. Februar fuhr ich mit dem Fahrrad im Zug nach Scharnitz. Blauer
Himmel und klarste Sicht ließen auf einen super Tag hoffen. Und so
startete ich gegen 8:30 am dortigen Bahnhof. Das Fahrrad ersparte mir
den Hatscher auf der Strasse ins Isartal bis zum Wiesenhof. Dort
stellte ich das Rad ab und wanderte auf dem teils eisigen Fahrweg
Richtung Pfeishütte. Über den teils schneefreien alten Fußweg kürzte
ich die Serpentinen des Fahrweges ab und erreichte gegen 10:30 die
Pfeishütte (1760m). Nun in der prallen Sonne war es so warm, dass ich
im Poloshirt weiter stieg. Der Schnee war schon mehr als angefirnt und
selbst mit den Schneeschuhen war es besser in alten Aufstiegsspuren zu
gehen, um nicht 20 bis 30cm einzubrechen. Ich wählte die Spur, welche
den felsigen Abschluß des Pleissengrates östlich umgeht. Mit einer
kurzen Rast auf ca. 2250m erreichte ich um 12:35 den Gipfel der Pleissenspitze
(2567m). Die Aussicht war grandios klar, im Norden bis zu den Türmen
von München, im Süden zum Großglockner, den Zillertalern und Stubaiern.
Der Wind auf dem Gipfel ließ die Gipfelrast kurz ausfallen, dafür
folgte tiefer eine ausgedehnte Rast und eine weitere an der
mittlerweile stark besuchten Hütte. Gegen 16:30 war ich wieder am
Fahrrad, mit dem ich dann bis Mittenwald fuhr.
Am Sonntag, den 9.3. wollte ich mit dem ersten Zug nach Lermoos und
dann auf die Bleispitze steigen. Doch der Zug hatte in Murnau bereits
14 Minuten Verspätung und ich fürchtete um den Anschluß in Garmisch, so
entschloss ich mich in Oberau auf den Bus nach Ettal umzusteigen. So
startete ich gegen 8:20 in Ettal in Richtung Notkarspitze. Vom Ettaler
Sattel folgte ich einer einzelnen Spur im Schnee. Am Gipfel des Ochsensitz (10:00) holte ich den Urheber der Spur ein. Bis zur Ziegelspitze (11:10) liefen wir dann zusammen. Dort legte ich dann aber die Schneeschuhe an und legte eine Spur zum Gipfel der Notkarspitze
(1889m, 12:30- 13:30). In den freien Südhängen wurde es wieder sehr
warm. So war der Rückweg auf den steilen Flanken nicht ganz
ungefährlich. Gegen 15:40 war ich wieder im Tal.
Durch die Norwegenreise und später durch Wetter und Lawinensituationen
bedingt kam ich erst wieder am 20.4. zu einer Bergtour. Mit dem ersten
Zug fuhr ich nach Garmisch und von dort weiter nach Untergrainau
(8:15). Über den Kramerplateauweg erreichte ich den Kreuzweg, dem ich
aber nur ein kurzes Stück Richtung Stepbergalm folgte, um dann auf dem
unmarkierten Südaufstieg zur Kramerspitze zu steigen. Die Luft
war mild und die Sonne brannte von einem tiefblauen Himmel. Bis ca
1500m war der Hang ausgeapert. Oberhalb halfen mir die Schneeschuhe
beim Vorankommen. Gegen 11:15 erreichte ich den Gratweg. Für den
letzten Gipfelanstieg ließ ich die Schneeschuhe zurück. Den Abstieg
machte ich auf der Aufstiegsroute, folgte dem Plateauweg nur dann nach
Garmisch.
Mit Andreas aus Nürnberg traf ich mich am 27.April um halb sieben am
Hauptbahnhof. Mit Fahrrädern, Bergschuhen und Schneeschuhen beladen
bestiegen wir die BOB nach Lenggries. Dort starteten wir dann um 7:45
mit den Fahrrädern in die Jachenau. Unter blauen Himmel, in der
frischen Luft und mit leichtem Rückenwind war es ein Genuß auf der
ruhigen Straße das Tal hinein zu fahren. Kurz vor der Kirche bogen wir
dann in den Fahrweg ins Laintal ab und radelten bis zur Laintalalm
hinauf. Kurz nach neun ging es dann zu Fuß weiter, vorbei am Wasserfall
zur Petereralm. Hier zweigten wir auf den alten Almsteig zur Tanneralm
ab. Bald kamen wir in den Schnee, der zuerst noch hart gefroren war,
doch auf dem Höhenrücken angelangt, kamen auch die Schneeschuhe zum
Einsatz. Vor der Tanneralm mussten wir die Schneeschuhe noch einmal für
ein paar hundert Meter ablegen. Nach einer Rast vor der Almhütte
stiegen wir dann in direkter Linie zum Südaufstieg der Benediktenwand.
Dabei waren die Schneeschuhe im noch erstaunlich tiefen Schnee eine
große Hilfe. Für den steilen Aufstieg durch die Südwand folgten wir der
dortigen Spur jedoch lieber ohne die Schneeschuhe. Gegen 12:30
erreichten wir den Gipfel. Die Aussicht war super und im Windschatten
der kleinen Gipfelhütte rasteten wir ausgiebig bis kurz vor zwei. Der
Abstieg über die Westseite ging zügig voran. Die Lainbachquellen
führten viel Wasser und beeindruckten sehr. Am Wasserfall rasteten wir
noch einmal bevor wie kurz darauf mit den Fahrrädern wieder nach
Jachenau hinab fuhren. Wir radelten auf dem kleinen Sträßchen nach
Sachenbach am Walchensee und über Urfeld und die Kesselbergstrasse nach
Kochel zum Bahnhof. (17:00)
Zur Schellschlichttour am 3.5. starteten wir zu sechst in Griesen nach
Ankunft des ersten Zuges. Schon früh sahen wir, dass noch viel Schnee
in der Tour liegen würde. Bis ca. 1600m ging es zügig aufwärts, doch
dann mussten wir uns durch nassen Schnee kämpfen. Da die Schneedecke
immer mehr an Halt verlor, drehten wir auf dem Grat auf etwa 1800m um.
Gegen 15:00 waren wir wieder in Griesen.
Am 31.5. starteten wir zu viert in Bichelbach am Bahnhof bei leichtem
Regen. Doch bald wurde der Regen weniger, hörte auf und die Sonne kam
heraus. Zügig gewannen wir an Höhe und erreichten nach etwa einer
Stunde den Alpenrosensteig. Aufgrund der Feuchtigkeit entschieden wir
uns für den Normalweg auf die Kohlbergspitze (rot), deren Gipfel wir
gegen halb 12 erreichten. Konnten wir im Aufstieg die Schneefelder
größtenteils umgehen, erleichterten sie den Abstieg nach einer knappen
Stunde Gipfelrast. Auf dem Alpenrosensteig wieder angelangt wandten wir
uns nach Westen. Es wechselten immer wieder Schneefelder, die jedoch
recht fest und gut zu begehen waren, mit von Frühlingsblumen
durchsetzten Wiesen. Die Wolken gaben immer wieder andere Gipfel frei,
so wechselte der Ausblick ständig. Vom Grünen Upps ging es zur Tuftlalm
hinab, wo wir einkehrten, und danach zum Bahnhof Ehrwald, den wir
rechtzeitig für den 17:34 Zug erreichten.
Am 14.6. bin ich mit Andreas aus Nürnberg mit dem ersten Zug nach
Griesen gefahren, um die Schellschlichtrunde zu gehen. Es war bedeckt
und es zogen auch einige tiefere Wolken an den Bergen entlang, aber es
war trocken. Dafür sah man viele Blumen, unten viele Akeleien, weiter
oben dann Enziane und Almrausch.Nach zwei Stunden machten wir kurz vor
dem Sunkensattel Pause und gegen halb zwölf erreichten wir den Gipfel.
Im Abstieg machten wir nach einer Stunde eine Rast an der Schellalm und
einen Fotostop an der Schluchtbrücke.
Zu viert starteten wir am 21.6. kurz vor acht in Farchant die
Estergebirgs- durchquerung. Mit einer längeren Pause im Bereichder
Frickenhöhle stiegen wir zügig entlang der Kuhfluchtschlucht zum Hohen Fricken (1940m, 10:45) auf. Über den Grat wanderten wir weiter zum Bischoff (2033m, 11:45) und nach einer Pause direkt hinunter zum Oberauer Joch. Den Umweg über Kareck (2045m, 12:55) und Rißkopf (2049m, 13:15) zur Weilheimer Hütte machte ich allein. Nach der Hüttenrast stiegen wir gemeinsam zum Krottenkopf (2080m,
14:30) auf, ehe wir über das Michelfeld zur Krüner Alm (16:00) und
weiter am Alten Graben entlang zur Fintsbachklamm abstiegen. Auf dem
Weg zum Bahnhof Klais (19:35) machten wir dann noch einen Badestop am
Barmsee. Herrlich war es wieder sich so aussichtsreich zu erfrischen.
Eigentlich wollte ich am 5.7. in die Mieminger Berge von Ehrwald aus.
Doch in Garmisch musste ich erfahren, dass die Ausserfernbahn nicht
fuhr und der Schienen- ersatzverkehr keine Fahrräder transportierte. So
fuhr ich kurzentschlossen weiter nach Klais (8:20) und startete dort
mit dem Fahrrad über Krün zur Fischbachalm (1400m, 10:00). Der gute
Fahrweg zur Alm ist teils doch recht steil und ich benötigte vor dem
Losmaschieren eine Pause. Auf dem aussichtsreichen Lakeiensteig
wanderte ich zum Soiernhaus und über den alten königlichen Reitweg auf
die Schöttelkarspitze (2048m, 11:45). Auf aussichtsreichen Pfad gings teils auf doch meist knapp unter dem Grat um das Soiernkar herum. Auf der Reißenden Lahnspitze (2209m, 13.00) rastete ich kurz und machte mich dann auf den Weg zur Soiernspitze
(2257m, 13:30). Nach ausgiebiger Gipfelrast ging es ein Stück den Grat
zurück und dann hinunter ins Soiernkar und zwischen den Seen (15:15)
hindurch. Über den Lakeinsteig wanderte ich zum Fahrrad zurück (16:15).
Es folgte eine rasante Abfahrt in 20 Minuten nach Krün hinunter. Auf
dem Rückweg zum Klais suchte ich noch das Badeufer des Barmsees auf und
schwamm eine Runde.
Am 19.7. traf ich mich kurz vor acht am Bahnhof Oberau (660m). Über
Ettal und Graswang radelten wir in einer guten Stunde zu der Stelle am
Fürstenweg, an der früher die Kuchelbach- diensthütte stand (1000m). Zu
Fuß zogen wir dann weiter auf dem kaum begangenen Weg durch das
Kuchelbachtal, zuerst zum Bach hinunter und an ihm entlang, später auf
schmalen, häufig schon vom Gras zugewachsenen Pfad immer höher am
nördlichen Hang des Tales entlang. Gegen 12 Uhr erreichten wir das Joch
zwischen Kreuzspitze und Kuchelberg. Den Abstecher (30 Minuten im
Aufstieg, 20 Minuten im Abstieg) über Geröll und Schrofen auf den
Gipfel der Kreuzspitze (2175m) machte ich allein. Gegen halb zwei wanderten wir weiter über den Kuchelberggrat mit Kuchelbergkopf (2028m) und Kuchlbergspitze
(2020m). Der Grat ist sehr aussichtsreich, u.a. sieht man schön auf
Linderhof hinunter. Von der Kuchelbergdiensthütte führt ein alter Steig
in vielen Kehren, dafür mit geringem Gefälle ins Tal und müdet an der
Stelle, wo die afhrräder standen, in den Fürstenweg. Über Graswang , Ettal und Oberau radelten wir dann nach Partenkirchen.
Am 6.8. bin ich mit Ralf nach Königssee gefahren. Schon bei der Anfahrt
faszi- nierte der Blick aufs Watzmannmassiv, unserem Ziel. Während wir
mit dem Boot nach St. Bartholomä (603m) fuhren lösten sich die
letzten Nebel über dem See auf. Gegen 10 Uhr brachen wir dann von dort
auf. Der herrliche Rinkendlsteig führte uns mit super Tiefblicken auf
den See zur Archenkanzel (1342m,12:00). Kurz darauf erreichten wir die Kuhrointalm
(1420m, 12:30 - 13:00) auf der wir einkehrten. In der Hitze des frühen
Nachmittags wanderten wir dann weiter zum Watzmannhaus (1928m, 14:30),
unserem Tagesziel.
Am nächsten Morgen starten wir um 6:20 zur Watzmann- überschreitung. Es war sonnig und schon recht warm. In stetigem Schritt stiegen wir aufwärts zum Hocheck (2651m, 7:45 - 8:00). Nun begann der herrliche Klettersteig über die Mittelspitze (2713m) zur Südspitze (2712m, 9:45 - 10:30). Der Abstieg in Richtung Wimbachgries (1500m, 12:30) war mal wieder recht anstrengend.
Auf einem größtenteils schattigen Weg stiegen wir dann zum Trischübel
(1780m,13:30) hinauf. Auf dem folgenden Abstieg über die Sigeretplatte
liessen wir uns viel Zeit und erlabten uns an einer kühlen Quelle. Die
2 1/2 Liter Wasser je Person waren schon fast aufgebraucht gewesen.
Gegen 16:45 erreichten wir wieder das Ufer des Königssees und nahmen
ein erfrischendes Bad. Danach folgte der letze Kilometer nach St.
Bartholomä, wo wir uns in eine lange Warteschlange für die
Bootsrückfahrt eingliederten.
Vom 6. zum 13.9. war ich zum Arbeitseinsatz auf der Berliner Hütte.
Am 27.9. fuhren wir mit dem ersten Zug nach Mittenwald, wo wir mit 40
minütiger Verspätung ankamen. So starteten wir zu acht gegen 9Uhr. Bis
zum Ausgang der Leutaschklamm ging es eben, dann begann der Anstieg zur
Riedbergscharte. Auf dem Riedkopf machten wir nach zwei Stunden eine
Rast, danach ging es über den Achterkopf und leicht absteigend unter
den Ostabbrüchen der Gr. Arnspitze herum. Im Aufstieg zum Grat kamen
wir das erste Mal in den Schnee. Um halb eins waren wir auf dem Gipfel
der Gr. Arnspitze (2196m). Nach einer längeren Rast stiegen wir
in den Grat in Richtung Arnplattenspitze ein. Doch nach einiger
Wegstrecke mussten wir einsehen, dass der Schnee auf der Nordseite des
Grates die Begehung zu gefährlich machte. Wir drehten um und stiegen
nach einer weiteren kurzen Rast nach Scharnitz ab.
Am Samstag dem 11.10. traf ich mich um acht mit Florian in Argelsried
und wir fuhren mit Florians Auto durch den Nebel in Richtung Füssen.
Bei Rosshaupten kamen wir aus dem Nebel heraus und gleich für den Rest
des Wochenendes. Unser Ziel der Fahrt war der Parkplatz des
Säulinghauses, wo wir gegen 9:20 loswanderten. Nach 70 Minuten
erreichten wir bereits die Hütte und entschlossen uns für den Weg um
den Pilgerschrofen herum. Herrliche Blicke in die Thannheimer und
Tiefblicke auf die Seen zeichnen den Weg aus. Von der Wildsulzhütte
gelangten wir dann auf den nördlichen Anstieg zum Säulinggipfel, der
leicht feucht nur sehr vorsichtig zu begehn war. Den Gipfel des Säuling (2047m) erreichten wir gegen 12:40.
Nach einer längeren Gipfelrast trafen wir beim Abstieg Ralf mit drei
Freunden, die uns von ihrer für Sonntag geplanten Hochvogeltour
berichteten. Kurzentschlossen beschlossen wir mitzugehen und uns in
Hinterhorbach ein Quatier zu suchen. So stiegen wir zum Säulinghaus ab
und nach einer weitern Rast wieder zum Parkplatz hinunter. In Reutte
kauften wir dann Proviant für den Sonntag und Zahnbürsten. In
Hinterhornbach fanden wir dann im Gasthof Hochvogel ein gutes Quatier.
Am Sonntagmorgen um acht holten uns die vier Schwaben dann am Gasthof
(1200m) ab und wir stiegen von dort gleich aufwärts. Anfangs folgt der
Aufstieg noch einem Fahrweg, doch dann geht es auf steilem Pfad mit
vielen Stufen durch Wald und Latschenzone auf die Mute (1975m, 9:30).
Über den Bäumenheimer Weg ging es dann erst unter den Felsen hindurch
zum Südgrat und auf diesem leicht aber mühsam zum Gipfel des Hochvogels
(2592m, 11:15). Nach ausgedehnter Gipfelrast stiegen wir nach Norden
hinab und durch den Kalten Winkel (hartes Schneesfeld) zum
Fuchsensattel (2000m, 14:00). Hier sonnten wir uns in der Bergwiese
bevor wir zur Mute hinüber liefen und hinunter zum Gasthof (16:00).
Am 18.10. stand die GOC-Tour auf die Gehrenspitze in den Thannheimern
im Programm. Mit Peter und Rick traf ich mich im ersten Zug nach
Garmisch. Dieser Zug hatte jedoch soviel Verspätung, dass wir den
Anschluss in Garmisch verpassten. So fuhren wir mit dem Zug bis
Scharnitz (960m, 8:45) weiter. Auf dem steilen Pfad über die
Adlerkanzel und den Pürzlgrat stiegen wir auf den Brunnsteinkopf
(1924m, 10:45-11:00), wo wir eine Frühstücksrast einlegten. Weiter
stiegen wir dann über die Brunnsteinspitze (2180m, 11:35) und die Rotwandlspitze
(2192m, 11:45) zur Tiroler Hütte (2150m;11:50-12:50). Nach einer
ausgedehnten Rast im Windschatten der Hütte stiegen wir dann zur
Brunnsteinhütte (1523m; 14:00- 15:00) ab. Hier genossen auf der
sonnigen Terasse Kaffe und Kuchen, eher wir nach Mittenwald (906m,
16:15) weiter abstiegen.
Am Sonntag dem 26.10. bin ich mit dem Zug nach Lermoos (1020m)
gefahren und dort um 8:35 gestartet. Auf dem alten Steig bin ich steil
zur Tuftlalm aufgestiegen und weiter in Richtung Daniel. Mit einer
kurzen Frühstücksrast erreichte ich schnell den Gipfel (2340m,
10:55-11:40). War es auf dem Daniel recht belebt, bin ich dann auf
demGrat über den Upps zur Hochschrutte (2243m, 13:30 -13:50) fast
allein. Nach dem Hochschruttengipfel folgte ich noch dem Grat westwärts
bis kurz hinter die tiefste Einsattelung und stieg dann weglos hinab in
Richtung Wiesental. Den Wanderweg erreichtre ich kurz vor dem Fahrweg
zur Bichelbacher Alm und stieg auf dem Wanderweg hinunter nach Lähn
(1100m), von wo ich mit dem Zug zurück fuhr.
Am 15.11. fuhren wir mit der BOB nach Lenggries und per Bus weiter nach
Jachenau (800m, 9:15). Die Hochnebel hingen noch in den Tälern als wir
zu Fuß starteten der Ausschilderung Hirschhörndl zu folgen. Noch auf
dem Fahrweg überholten wir eine größere Gruppe. Auf dem Steig den
steilen Waldhang hinauf kamen wir aus dem Nebel heraus und in in die
Sonne. Herrlich war die Fernsicht, dafür führte die Sonne und der
schmelzende Schnee auf den Bäumen dazu, dass wir im Wald wie durch eine
Dusche liefen. Umso erfreuter waren wir das freie Gelände bei der
Pfandalm zu erreichen und bald darauf den Gipfel des Hirschhörndlkopfes
(1514m, 11:10- 11:45). Nach einer schönen Gipfelrast stiegen wir zur
Kotalm (1135m,12:40) ab und von dort wieder hinauf zum Jochberg (1568m,
13:40-14:10). Der erste Teil des Abstiegs zum Kesselberg war durch
Schneematsch geprägt. Über die alte Kesselbergstrasse erreichten wir
vom Kesselberg dann die Bushaltestelle bei der Helmerhütte
(820m;15:20), von wo wir 10 Minuten später mit dem Bus nach Kochel und
von dort weiter per Bahn Heim fuhren.
Wohl weil der Wetterbericht sehr bescheiden war, waren wir am 6.12. zur
Nikolaus- wanderung nur zu zweit. So starteten David und ich am Bahnhof Ohlstadt
(630m,7:40) aber bei herrlichem Winterwetter, heiterer Himmel und
Frost. Bis etwa 1000m war der Weg noch schneefrei. An der Wankalm
gelangten wir in die Sonne und wir genossen den Weg über den breiten
Grat über das Rauheck (1590m, 09:55) zum Heimgarten (1790m, 10:45). Bis hier folgten wir einer frischen Spur, den Gratweg zum Herzogstand
(1733m, 12:05) mussten wir spuren. Die alte Spur war teils stark
verweht, aber der Schnee war schön pulvrig und leicht. Den ganzen Weg
hatten wir Sonne und herrlichen Fernblick, bis München im Norden und zu
den Hohen Tauern im Süden. Am Herzogstand angekommen bezog es sich
zügig von Westen her und während des Abstieges nach Walchensee (800m, 14:00) schneite es sogar kurz. Im Strandcafe konnten wir gemütlich auf den Bus für die Rückfahrt warten.
Auch das Jahr 2008 beendete ich bergmässig mit einer GOC-Gruppe auf
einer Hütte. Am 27.12. trafen wir und zu fünft in München und fuhren
mit dem Zug nach Kufstein. Nachdem wir den Hüttenschlüssel besorgt
hatten, wanderten wir, schwer mit dem Proviant für die nächsten Tage
bepackt, aus der Stadt heraus. Es folgte der Aufstieg über die lange
Treppe hinauf ins Kaisertal und dann der Weg tief ins Tal hinein bis
nach Hinterbärenbad, wo wir nach drei Stunden ankamen. Wir bezogen das
Bergführerhäuschen und heizten erstmal ein.
Am 28. stiegen wir von unserer Hütte (820m) zum Stripsenjoch (1578m)
hinauf. Dort schaufelten wir die Winterhütte frei, um dort eine Pause
zu machen. Danach stiegen wir mit Schneeschuhen weiter den Stripsenkopf
hinauf. Die Hänge waren teils sehr hart und am letzten Gipfelaufschwung
(ca 1780m) kapitulierten wir. Der Abstieg verlief bis zum Stripsenjoch
sehr vorsichtig und langsam, doch danach konnten wir zügig, teils im
Schnee rutschend absteigen.
Am 29. führte uns unsere Tour zuerst in den Bärengraben und dann
aufwärts in Richtung Pyramidenspitze. Der Pfad war nicht immer leicht
zu finden und der teils harte Schnee machte manche Querung nicht
ungefährlich. Wir kamen zu langsam voran und drehten deshalb nach
Erreichen des Höhenweges (ca. 1500m) wieder um. Im Abstieg hatte die
Sonne ihre Wirkung gezeigt, der Schnee war aufgefirnt. So kamen wir
wieder in unser kaltes Schattenloch zurück.
Nach Reinigung der Hütte ging es mit immer noch reichlich Gepäck wieder
heimwärts. Doch wir machten einen Umweg und stiegen in 2,5 Stunden
erstmal zur Vorderkaiserfelden- hütte (1389m) hinauf. Herrlich war die
Aussicht dort oben, aber auch die Verköstigung. Bevor wir abstiegen
machte ich noch einen schnellen Abstecher auf die Naumspitze (1635m). Beim
Abstieg von der Hütte waren die Grödel eine gute Hilfe. Gegen halb fünf
waren wir wieder in Kufstein, warfen denHüttenschlüssel in den
Briefkasten des Alpenvereins und dann ging es per Zug nach München.