Da ich niemanden für die Tour hatte gewinnen können, startete ich allein am 16. März in München. Der erste Tag führte nur mit dem Flugzeug und Zug nach Oslo. Sonnig und frühlingshaft empfing mich die norwegische Hauptstadt und ich nutze den Nachmittag für einen Stadtspaziergang, auch zum neuen Opernhaus.
Am Sonntag den 17. März fuhr ich dann mit dem Bus über Otta nach Høvringen. War der Bus bei schönstem Sonnenwetter in Oslo gestartet schneite es auf den letzten Kilometern mit dem Bus und als ich die Skitour startete. Doch kaum war ich auf Ski wurde das Wetter besser. So hatte ich fantastische Lichtspiele zu sehen auf meinen ersten Kilometern bis nach Smukksjønseter.
Nach einem guten norwegischen Frühstücksbuffet und auf frisch präparierter Loipe gelangte ich schnell trotz starker Winde hinauf zur Peer Gynt Hytta. Nun fehlte zwar eine präparierte Loipe, doch mit dem Wind im Rücken war ich schon nach gut 1,5 Stunden in Mysuseter (15km) an der Fjellstue. Ich quatierte mich ein und machte dann noch eine Rundtour (14km) über Spranget und Glitterdalen.
Nach einer stürmischen Nacht war der Morgen wieder schön. Doch der Tag wurde wechselhaft mit einigen Schneeschauern. Die ersten ca. 16km auf präparierten Loipen über Kvamsfjellet waren in etwa zwei Stunden geschafft. Nun ging es zuerst im Wald auf einer Snowscooterspur kräftig bergan, um dann auf der Hochfläche ohne Spur weiter zu führen. Doch die Makierungsstangen wiesen gut den Weg, auch wenn mal wieder ein Schneeschauer die Sicht sehr einschränkte. Gegen 14:00 erreichte ich die gemütlich Hütte Eldåbü. Der Aufenthalt wurde dank der netten anderen Skiwanderer und vorallem dank der Hüttenwächterin (Hyttenvakt) sehr angenehm.
Der Tag begann mit einem wundervollem Morgen. Nach gemeinsamen Frühstück brachen wir einzeln auf. Es ging durch ein weite weisse Winterlandschaft über die sich ein tiefblauer Himmel spannte. Nach etwa 8km erreichten wir die gespurten Loipen von Venåbu und so ging es rasant hinunter nach Øgårdsætra. Nach weiteren 3km musste ich die präparierte Loipe aber wieder verlassen auf dem Weg in Richtung Øksendalen. Es zogen immer mehr Wolken auf und kurz nachdem ich in Richtung Jammerdalsbu von der Troll Loipe abgebogen war, kam ich in einen Schneesturm. So kämpfte ich mich gegen Wind und Schnee von Stange zu Stange die letzten zwei Kilometer zur Hütte, um dann von der Sonne an der Hütte begrüßt zu werden.
Kurz vor dem Schneesturm
Bis nach Vetåbua (15km) nahmen wir die Strecke über das Fjell vorbei an der Saubua (Schafshütte). Die Freude über die gespurte Loipe ab Vetåbua war nur kurz, denn der Wind hatte sie größten Teils wieder verschwinden lassen. Vorbei an Gopollen ging es im leichten auf und ab südwärts. Die letzten drei Kilometer (laut Auschilderung) von der Troll Loipe zur Hütte Djupslia schienen kein Ende zu nehmen. Wir waren froh die Hütte erreicht zu haben und freuten uns über den Luxus der Wasserpumpe vor der Hütte. Nach dem Wasserholen aus dem 70mk von der Hütte entfernten Bach in Eldåbu und dem Schneeschmelzen in Jammerdalsbu, ein richtiger Luxus. Zu Abend kochten wir gemeinsam.
Der Karfreitag war wieder stürmisch und die Sonne zeigte sich nur hinter Wolken. Bei Nysæter erreichten wir die Troll Loipe wieder und kurz darauf begegnete uns das Spurgerät. So hatten wir etwa 2km ein super Spur. Von Keiken bis Rognhaugen war es teils schwer den Weg zu finden und ich war froh nicht allein unterwegs zu sein. Teils liefen wir in einer Gruppe von 7 Personen, da hatte der letzte schon eine gute Spur. Da Pellestova geschlossen war und wir aus dem Wind heraus wollten, entschlossen wir uns nach Gallastova hinab zu fahren. Dort im Alpinskicenter gab es jedoch keine Unterkunft für uns, aber es war auch weder in Nordseter und Sjusjøn etwas zu bekommen, wie die netten Recepsionisten für uns in Erfahrung brachten. Wir beschlossen erstmal im Restaurant zu Mittag zu essen und danach direkt nach Lillehammer zu fahren. So ging es nach einer Pause erst etwas suchend durch das riesige Hüttendorf abwärts zur Loipe in Richtung Lillehammer. Die maschinelle Spur endete recht plötzlich im Wald, aber hier im Windgeschützten ging es gut weiter. Bald erreichten wir die Loipe von Norseter kommend. Nach der Querung der Strasse Lillehammer - Nordseter ging es dann rasant ins Skistadion von Lillehammer hinab und auch die letzten Kilometer in die Stadt hinab waren eisig und rasant.
Lillehammer ist erreicht.
Da der Wetterbericht für die nächsten Tage auch nur bescheiden war, brachen wir alle noch am gleichen Abend die Weiterreise an. Ich fuhr nach Oslo, wo ich die Ostertage verlebte.