Zu siebt trafen wir uns am Samstagmorgen in München am Hauptbahnhof und mit dem Zug fuhren wir nach Jenbach. Leider hatte unser Zug soviel Verspätung, dass wir bei der Einfahrt in Jenbach unseren Anschlußzug nach Mayrhofen nur noch aus dem Bahnhof fahren sahen. So ging es erst eine Stunde später weiter mit der Zillertalbahn nach Mayrhofen und mit dem Bus nach Finkenberg (880m). So starteten wir kurz vor 12. Der Regen der uns auf der Fahrt noch begleitet hatte, hatte geendet und die Wolken wurden immer weniger, aber der Pfad zur Gamshütte (1916m, 15:00) war über weite Strecken ein kleiner Bach.
Am Sonntag stiegen wir mit Tagesgepäck von der Hütte den Grinberg hinauf. Es war wechselnd bewölkt und auf ca. 2450m Höhe gelangten wir in den Neuschnee der Tage zuvor, so dass der Aufstieg über das Blockgeröll viel Vorsicht bedurfte. Gegen 11 Uhr erreichten wir den Gipfel der Vorderen Grinbergspitze (2765m) und verzichteten auf Grund der Schneelage auf die weiter Gratkletterei. Der schmelzende Schnee machte den Abstieg heikler als den Aufstieg.
Als letzte Gruppe starteten wir kurz nach acht am Montag von der Gamshütte in Richtung Friesenberghaus. Doch schon im Schranbachkar hatten wir drei Gruppen überholt. Gegen zehn machten wir an der Feldalm Frühstückspause, kurz darauf konnten wir den Blaubeeren im Wald vor der Pitzenalm nicht widerstehen. Hinter der Pitzenalm kamen wir beim steilen Aufstieg im Sonnenhang gut ins Schwitzen. Auf der Kesselalm machten wir Mittagsrast und auch noch eine Rast am Wesendlekarsee, bevor wir nach acht Stunden das Friesenberghaus (2495m) erreichten. Schon auf der Terasse trafen wir die Gruppe der Sektion Berlin mit der wir weiter wandern wollten.
Am Nachmittag vor dem Friesenberghaus.
Am Dienstag stiegen wir nun zu siebzehnt mit leichtem Gepäck bei bestem Wetter den Hohen Riffler (3226m) hinauf. Im Gehlände blieb die Gruppe noch gut zusammen, doch später im Blockgeröll zog sich die Gruppe sehr in die Länge, so dass einige eine recht lange Gipfelrast im kühlen Wind hatten. Doch die hervorragende Fernsicht ließ keine Langeweile aufkommen, sah man doch Stubaier Alpen, Zugspitze, Karwendel, Kaiser, Berchtesgadener Alpen, Großvenediger und Großglockner und natürlich die ganzen Zillertaler und Tuxertaler Alpen. Auf dem Abstieg machten Conny, Christoph und ich noch einen Abstecher auf das Petersköpfle und bauten dort noch ein Steinmanndle zu den unzähligen schon bestehenden dort oben.
Am Mittwoch war es trüb und regnerisch und wie entschieden uns zur Domenikushütte (1805m, 10:30) abzusteigen. Kurz vor Erreichen der Hütte hörte dann der Regen auf und nach einer Rast in der Hütte konnten wir trocken am Schlegeisspeicher entlang wandern und dann hinauf zum Furtschaglhaus (2293m, 14:00) steigen.
Am Donnerstag war das Wetter wieder herrlich sonnig. Kurz nach acht starteten wir und genossen beim Aufstieg die herrlichen Blicke auf die Gletscherwelt von Möseler, Weisszint und Hochfeiler. Während der ausführlichen Gipfelrast auf dem Schönbichler Horn (3133m, 10:00 -11:00) schweiften die Blicke noch viel weiter. Schon vom Gipfel sahen wir das Tagesziel, die Berliner Hütte (2040m), welche von den Ersten gegen 15:00 erreicht wurde.
Den Nachmittag genossen wir die herrliche Terasse der denkmalgeschützten Hütte und später das sehenswerte Innere. Nach dem köstlichen Essen mit Salatbuffet wurden die Unokarten wieder wie Vortag ausgepackt.
Auch der Freitag begann mit herrlichem Wetter. Die erste Etappe führte uns zum Schwarzsee (2471m) und zur ersten längeren Rast hatten wir die Nördliche Mörchenscharte (2870m) erreicht. Es folgten rund 1000Hm Abstieg, erst etwas felsig, dann meist über Wiesengelände und zum Schluss wieder steiler und felsiger, sogar mit einer Leiter hinunter ins obere Floitental. Nach einer weiteren Rast nahmen wir die 400Hm Aufstieg zur Greizer Hütte (2228m) in Angriff.
Der letzte Tag begrüßte uns mit tiefhängenden Wolken und Regen. So fiel es nicht so schwer nur noch abzustiegen. Aufgrund des zur Greizer Hütte verlegeten Steinbocklaufes war der Weg recht belebt. In der Steinbockhütte machten wir noch einmal Rast und erreichten gegen 11 Uhr Ginzling. Das Ende einer wunderschönen Tour war erreicht.